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06.06.2018
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Investmentfonds.de 06.06.2018:
M&G Investments: Gepflegte Langeweile war gestern ? Drei Lektionen nach der italienischen Woche

Köln, den 06.06.2018 (Investmentfonds.de) - 



Dr. Wolfgang Bauer, Fondsmanager im Anleiheteam von M&G Investments


Wer behauptet, dass die Kapitalmärkte letzte Woche unruhig waren, unter-
treibt: Politische Turbulenzen in Italien und Spanien, eskalierende Handels-
spannungen und obendrein unerwartet starke US-Arbeitsmarktdaten haben die 
Investoren ins Schwitzen gebracht. Dr. Wolfgang Bauer, Fondsmanager im An-
leiheteam von M&G Investments, hat drei Lektionen mitgenommen:


1. Stimmungsumschwünge können brutal sein


Noch bis vor kurzem war die Anlegerstimmung für die Eurozone äußerst 
optimistisch, und das spiegelte sich auch an den Anleihemärkten. "Nach 
der Präsidentschaftswahl in Frankreich letztes Jahr, bei der die europa-
feindlichen Lager verloren, machten sich die Märkte wenig Sorgen ? auch 
nicht um Italien. Die Kosten für Credit Default Swaps auf italienische 
Staatsanleihen, also Versicherungen gegen einen Kreditausfall, gingen 
nach und nach zurück", sagt Bauer. Auch nach der Wahl in Italien im März 
seien die Investoren zunächst entspannt geblieben. Erst die heftige Anti-
Euro-Rhetorik der neuen populistischen Regierungskoalition in Italien habe 
die Stimmung massiv gedreht. "Der Markt erkannte, dass die politischen 
Risiken in der Peripherie der Eurozone nach wie vor real sind und wechselte 
abrupt in den "Risk-Off-Modus". In den letzten Tagen wurde Italien zeitweise 
sogar ein höheres Kreditrisiko zugewiesen als Schwellenländern wie der 
Türkei oder Brasilien", so der Bondexperte. Die Anleger hätten sich wahllos 
jeglichem Risiko entzogen, was auch Wertpapiere höherer Qualität getroffen 
habe. Bauers Fazit: "Europäische Finanzwerte und Corporate Hybrids waren 
ebenfalls unter Druck und boten attraktive Einstiegsmöglichkeiten ? eine 
Chance für aktive Anleger."


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2. Anleihekorrelationen sind intakt "Die letzten Tage waren ein Stück aus dem Lehrbuch für Renditekorrelationen", sagt Wolfgang Bauer. Vor allem italienische und deutsche Staatsanleihen hätten sich wie polare Gegensätze verhalten. Als die Renditen der italieni- schen Papiere letzte Woche, getrieben von der Angst vor Neuwahlen und weiteren Gewinnen für die Anti-Euro-Lega, sprunghaft anstiegen, seien Bundesanleihen ihrem Image als sicherer Hafen gerecht geworden. "Für jeden Anleger, der sich über Volatilität und Kursrückgänge im Portfolio Gedanken macht, sind diese Korrelationsmuster von Bedeutung", findet Bauer. "So unattraktiv westliche Staatspapiere aus einer reinen Renditeperspektive sein mögen, so wertvoll können sie in derart heftigen Marktphasen in einem gemischten Anleiheport- folio sein." Zur Diversifikation sieht Bauer derzeit daher ein gewisses Engagement in Bundesanleihen und anderen klassischen Anlagen wie dem japani- schen Yen als sinnvoll an. Durch die anhaltend gute Konjunkturlage böten zudem Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Status nach wie vor Wert- potenzial. 3. Anleger übersehen andere Themen Letzte Woche waren die Märkte auf Italien fixiert ? eine ähnliche Situation wie Anfang 2016, als der fallende Ölpreis das allseits beherrschende Thema war. "Jedes kleinste Detail erscheint plötzlich relevant und hat das Potenzial, die Märkte in beide Richtungen zu bewegen", erläutert Bauer. Dann steige aller- dings die Gefahr, dass andere bedeutsame Entwicklungen schlicht übersehen oder verdrängt würden. So wie die wieder anziehende Inflation, deren Veröffentlichung kaum beachtet worden sei: "In der Eurozone stieg die Inflation vergleichsweise stark von 1,2 % auf 1,9 % pro Jahr, und das liegt immerhin nur noch knapp unter der Zielmarke der EZB", so der Fondsmanager. Angesichts der Unsicherheit über den Kurs der EZB sollte dies die Marktteilnehmer zumindest ins Nachdenken bringen.





Quelle: Investmentfonds.de






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Quellen: Investmentfonds.de.
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