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27.04.2018   
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Investmentfonds.de 27.04.2018:

Asset Allocation Insights von SYZ Asset Management: Eine Korrektur ist keine Baisse



Köln, den 27.04.2018 (Investmentfonds.de) -

Fabrizio Quirighetti, CIO und Co-Head of Multi-Asset bei SYZ Asset Management
Der Facebook-Datenskandal, Handelskonflikte, die geldpolitische Straffung
und schwächere Konjunkturdaten? Im Vergleich zum perfekten "Goldlöckchen-
Szenario" des letzten Jahres ist das gegenwärtige Marktumfeld anfällig und
für viele Marktteilnehmer bestenfalls ernüchternd. "Es gibt eine Menge Gründe
zur Vorsicht", mahnt Fabrizio Quirighetti, CIO und Co-Head of Multi-Asset
bei SYZ Asset Management.
Dennoch: "Auch wenn die Situation an den Märkten nun weitaus facettenreicher
ist als zuvor, bleibt das Bild der Weltwirtschaft nach wie vor positiv",
beruhigt Adrien Pichoud, Chief Economist und Portfoliomanager bei SYZ. Es
erscheine allerdings plötzlich viel weniger gut prognostizierbar.
Die Wirtschaften entwickeln sich auseinander
So bestehe in den USA die Möglichkeit, dass das Wachstum und die Inflation
durch die Schubwirkung des Steuersenkungspakets höher ausfallen; dann könnte
die Federal Reserve jedoch einen steileren Pfad der geldpolitischen Straffung
beschreiten. "Gleichzeitig schlägt sich der Optimismus über die Steuersenkung
von Donald Trump nicht in einem konkreten höheren realen Wirtschaftswachstum
nieder. Der Privatkonsum liegt ungeachtet der niedrigen Arbeitslosenquote
sogar unter dem Durchschnitt", so Pichoud. Ob diese ein frühes Zeichen der
Auswirkungen strafferer Kreditbedingungen auf die kreditgetriebene US-Wirtschaft
sei, bleibe abzuwarten.
Die Eurozone hat unterdessen an konjunkturellem Schwung eingebüßt: Zum einen
bremsen ein starker Euro und Handelsspannungen die Exporte, zum anderen hat
die Wirtschaft offenbar ihre eigene Geschwindigkeitsgrenze erreicht. "Der
positive Aspekt für die Märkte ist, dass dies ein mögliches Verlangen der
Europäischen Zentralbank nach einer Beschleunigung der geldpolitischen Nor-
malisierung dämpfen dürfte, insbesondere wenn die Inflation in der Eurozone
leicht zurückgeht", betont Pichoud.

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Für die Schwellenländer sieht es dagegen gut aus. ?Die Schwellenländer befinden sich jetzt in einer "Goldlöckchen"-Situation, da sich der wirtschaftliche Hinter- grund verbessert, während eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik eine langsame und graduelle Wachstumserholung unterstützen dürfte", analysiert Quirighetti. Die Positionierung "Bei Anleihen bevorzugen wir Schwellenländeranleihen in Lokal- und Hartwährungen", erläutert Hartwig Kos, Vice CIO und Co-Head of Multi-Asset bei SYZ Asset Management. Bei Aktien hätten zuletzt der Energiesektor und das Finanzwesen, insbesondere Banken, ein großes Gewicht gehabt, unter anderem aufgrund ihrer Eigenschaft als natürliche Absicherung gegen steigende Zinssätze. "Nun sind Banken jedoch nicht so günstig wie in der Vergangenheit, die Renditen sind in den letzten Jahren bereits bis zu einem gewissen Grad gestiegen und der Pfad dürfte von hier aus eher abwärts verlaufen", so Kos. Wertigkeit erkennen die Experten dagegen wieder allmählich in Bereichen wie Pharma und Telekommunikation. "Für die Anleger ergibt sich mit der gegenwärtigen Situation ein kompliziertes Dilemma", konstatiert Quirighetti. "Ein derzeit sehr günstiger wirtschaftlicher Hintergrund, der sich allerdings voraussichtlich verschlechtern wird. Die Frage lautet nun: Wie stark und wie schnell? Unserer Meinung nach handelt es sich eher um eine Verlangsamung zur Zyklusmitte als um eine Rezession."

Quelle: Investmentfonds.de


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