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 Investmentfonds - News

FondsNews        
03.05.2018   
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Investmentfonds.de 03.05.2018:

Euroswitch-Kommentar: Globale Ringelspiele



Köln, den 03.05.2018 (Investmentfonds.de) - 



Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Euroswitch


"So unberechenbar und schonungslos der US-Präsident agiert, so plan- und 
harmlos agiert die Europäische Union", konstatiert Thomas Böckelmann, leitender 
Portfoliomanager der Euroswitch, in seiner aktuellen Einschätzung der Kapital-
märkte. Fakt sei, dass der US-Präsident Donald Trump seine Handelspolitik trotz 
aller ökonomischer Fragwürdigkeit strikt fortsetzt und damit die Entglobalisierung 
vorantreibt ? zumindest dürften einige Maßnahmen mittelfristig zu einer Ver-
nichtung bislang funktionierender Lieferketten führen. "Währenddessen scheint 
insbesondere die besonnene Hinterzimmerdiplomatie einer Kanzlerin Merkel am Ende", 
so der erfahrene Investmentexperte. Zu sehr haben sich Deutschland und die 
Europäer über Jahre hinweg in der sprachlichen Abstraktion von Problemen geübt, 
um damit zu Kompromissen zu finden, die zahllose Interpretationsspielräume 
eröffnen.
 
 
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Beim US-Präsidenten pralle diese entrückte europäische Diplomatie auf Stahl- beton. So verwirrend die Ansichten der neuen US-Administration auf die wirt- schaftlichen Zusammenhänge in der Welt sind, so erfrischend seien doch teil- weise die Provokationen, die die europäische Politik zu mehr Zusammenhalt und insbesondere zu einer gemeinsamen Sicht zwingen sollten. Das kann noch sehr lange dauern, da bei den einzelnen Ländern untereinander aber auch im Verhältnis zur EU-Kommission völlig unterschiedliche Problembeschreibungen und Lösungsan- sätze diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund sei es erstaunlich, dass sich vor allem die europäischen Aktienmärkte auch trotz stark steigender Ölpreise als Spitzenreiter des abgelaufenen Monats etablieren konnten ? dabei folgten die Märkte einer simplen Rationalität, die durchaus nur von kurzer Dauer sein kann. Wie so oft waren die Auslöser für die Marktentwicklungen der letzten Wochen das Agieren von Politik und Notenbanken. "Dabei waren der wieder er- starkte US-Dollar und die Europäische Zentralbank EZB die wichtigsten Protago- nisten", so Böckelmann. Insgesamt präsentierten sich vor allem die börsennotierten Unternehmen im April weltweit in herausragender Verfassung. Das globale und vor allem über die Weltregionen synchrone Wirtschaftswachstum zeige seine positiven Effekte in den Auftragsbüchern und Bilanzen der Unternehmen in der laufenden Bericht- saison. Gleichzeitig mehren sich aber die Signale einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität. So deuten jüngste Einkaufmanagerindizes auf ein abnehmendes Momentum des Wachstums. Vorerst unbeantwortet bleibt die Frage, ob diese Stimmungsindikatoren das Ende des mittlerweile 9-jährigen Aufschwungs einleiten oder nur die Sorgen der Unternehmen angesichts potentieller Handels- kriege, geopolitischer Unsicherheiten und teils deutlich steigender Zinsen offenbaren.

Quelle: Investmentfonds.de


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