Die wichtigsten US-Indizes S&P500 und NASDAQ100 eilen unbeirrt von einem Allzeithoch zum nächsten. Scheinbar im Rausch werden all die Nachrichten aus Politik und Wirtschaft ignoriert, die den Aktienmärkten in Europa und den Schwellenländern in diesem Jahr das Leben schwer machen , fasst Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch, die derzeitige Aktienrally in den USA zusammen."> FONDSNEWS: Euroswitch: "Allzeithoch im Vollrausch" // Investmentfonds .DE - Das Fonds Portal //


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04.09.2018   
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Investmentfonds.de 04.09.2018:

Euroswitch: "Allzeithoch im Vollrausch"



Köln, den 04.09.2018 (Investmentfonds.de) - 


Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager 
der Vermögensmanagement Euroswitch

"Die wichtigsten US-Indizes S&P500 und NASDAQ100 eilen unbeirrt 
von einem Allzeithoch zum nächsten. Scheinbar im Rausch werden 
all die Nachrichten aus Politik und Wirtschaft ignoriert, 
die den Aktienmärkten in Europa und den Schwellenländern in 
diesem Jahr das Leben schwer machen", fasst Thomas Böckelmann, 
leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch, 
die derzeitige Aktienrally in den USA zusammen.

Die Ursachen für diese ?scheinbar irrationale US-Aktienrally?, 
seien vielfältig und reichten von einer eigenwilligen 
Interpretation des Handelskonfliktes über die Steuerreform 
bis hin zu den Auswirkungen von ETFs. Böckelmann sieht 
ernsthafte Gefahren in den jüngsten kräftigen Kursanstiegen, 
da zahlreiche Aspekte der Rallye nicht nachhaltig seien und 
vor allem die Bewertungen gegenüber anderen Märkten wie Europa 
oder den Schwellenländern kaum mehr zu rechtfertigen sind:

Die US-Börsen würden US-Unternehmen nicht nur immun gegenüber 
den Handelskonflikten einordnen sondern auch bislang ignorieren, 
dass der internationale politische Druck auf US-amerikanische 
Riesen wie Amazon und Google wächst und nach Kritik aus dem 
Ausland auch der US-Präsident selbst immer häufiger gegen die 
Tech-Unternehmen twittert. Die Steuerreform Trumps wirke 
unbestritten, jedoch sei dieser Gewinnsteigerungseffekt einmalig 
und weitere Steuergeschenke seien angesichts der Überschuldung der 
USA nicht finanzierbar. Gefahr sieht der Leiter des 
Euroswitch-Portfoliomanagements neben unkalkulierbaren 
Gegenreaktionen der Handelsmächte Japan und China und steigenden 
Zinsen generell in der Beliebtheit von ETFs. ?Da die meisten 
Indizes die börsennotierten Unternehmen nach ihrem Börsenwert 
gewichten, ziehen große und teure Unternehmen immer mehr der 
ETF-Gelder auf sich, was deren Kurse und Indexgewichte weiter 
nach oben treibt. Durch diesen Effekt prägen mittlerweile nur 
20 US-Unternehmen mit ihrer Wertentwicklung wesentlich die 
Marschrichtung des MSCI Welt Aktienindex, obwohl dieser aus 
mehr als 1.600 Unternehmen besteht?.

Böckelmann hält eine Fortsetzung der aktuellen Muster an den 
Aktienmärkten bis zu den US-Mid-Term-Elections im November für 
nicht unwahrscheinlich. Eine Korrektur der Marktbewegungen 
zugunsten der deutlich günstigeren Märkte Europas und der 
Schwellenländer hinge wesentlich vom Agieren der Regionen im 
Handelsstreit ab, so der Portfoliomanager, der durchaus 
realistische Chancen sieht, dass Europa gestärkt aus der 
Handelskriese hervorgehen könnte. ?Dafür ist aber neben Mut 
auch ein uneingeschränktes Bekenntnis zur Marktwirtschaft 
erforderlich?, resümiert er.

?Als Vermögensverwalter nehmen wir das politische Rauschen um 
uns herum aufmerksam wahr, richten unsere Anlageentscheidungen 
aber vorwiegend nach mittelfristigen Wachstumsperspektiven und 
fundamentalen Bewertungen aus. Daher halten wir unverändert an 
unserer strategischen Einschätzung fest, in Europa und in den 
Schwellenländern einen größeren Mehrwert für unsere 
Aktienengagements zu finden als in den USA?, so Böckelmann.

Quelle: Investmentfonds.de


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