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25.10.2018   
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Investmentfonds.de 25.10.2018:

T. Rowe Price: Domino-Effekt an den Fixed-Income-Märkten



Köln, den 25.10.2018 (Investmentfonds.de) -

Quentin Fitzsimmons, Senior-Portfoliomanager und Mitglied des
globalen Fixed Income Investment Teams bei T. Rowe Price.
- Keine Anzeichen für eine Ansteckungsgefahr für Schwellenländer in Sicht
- Italienische Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit bieten Investmentmöglichkeit
Währungskrisen in Argentinien und der Türkei, politische Unsicherheit in
Brasilien und eine starke Volatilität bei italienischen Staatsanleihen - die
vergangenen Wochen und Monate waren unruhig an den Fixed-Income-Märkten.
"Bislang haben wir jedoch keine greifbaren Anzeichen einer Ansteckung gesehen,
die zu einem breiteren Risikoaversionszyklus führen könnte", sagt
Quentin Fitzsimmons, Senior-Portfoliomanager und Mitglied des globalen
Fixed Income Investment Teams bei T. Rowe Price. Einige Märkte seien zwar
stark unter Verkaufsdruck geraten, andere aber völlig unversehrt geblieben.
"Die Entwicklungen waren sehr spezifisch und erinnerten mehr an fallende
Dominosteine als an eine systematische Krise, bei der alles unter Spannung
steht." Dies zeigte sich vor allem in den Schwellenmärkten, wo Länder wie
Rumänien recht stabil aufgestellt waren und Länder wie Argentinien, die Türkei,
Brasilien, Indonesien und kürzlich Russland sowie Südafrika sich rapide
verschlechterten. "Diejenigen Länder, die in Turbulenzen gerieten, hatten oft
mit politischen Unsicherheiten oder einem Leistungsbilanzdefizit zu kämpfen,
sodass Schwierigkeiten bei der Finanzierung befürchtet wurden, sollten die
US-Zinsen weiter steigen."
"Der Markt habe Verkaufsmöglichkeiten förmlich gejagt und jedes Schwellenland,
das Anzeichen von Verwundbarkeit zeigte, habe seine Währung im freien Fall und
seine Staatsanleihen unter Druck gesetzt gesehen", sagt Fitzsimmons.
Angesichts der Risiken, die mit Strafzöllen und bevorstehenden politischen
Ereignissen wie den Zwischenwahlen in den USA verbunden seien, sei es noch zu
früh, die Volatilität für beendet zu erklären. Dennoch könne es bereits jetzt
attraktive Einstiegspunkte geben, da einige Länder-Risiken nicht verhältnismäßig
bewertet seien.
Mexiko steche in dieser Hinsicht hervor. "Die Inflation dürfte sich abschwächen,
und es ist möglich, dass sich die mexikanische Zentralbank im nächsten Jahr in
Richtung eines Zinssenkungszyklus bewegt", betont Fitzsimmons.
"Die attraktiven Bewertungen werden noch durch die historisch weiten Spreads
von Mbonos, den mexikanischen Lokalwährungsanleihen, im Vergleich zu
US-Staatsanleihen unterstrichen."
Für die entwickelten Märkte stellen die Experten fest, dass die Volatilität
größtenteils deutlich geringer sei. Allerdings seien nicht alle Länder immun.
Die Schwedische Krone beispielsweise habe sich in diesem Jahr deutlich
schlechter entwickelt als andere Währungen der entwickelten Märkte, da sich
die Märkte über den Zustand des Wohnungsmarktes und seine potenzielle
Anfälligkeit für eine Verlangsamung des globalen Wachstums Sorgen machten.
Wiederholte Verzögerungen der Zinserhöhungen durch die schwedische Zentralbank
hätten zudem nicht geholfen.
"Nachdem die Wahlen nun aber hinter uns liegen, ist ein Hauptrisiko weggefallen.
Dies könnte eine gute Gelegenheit bieten, in diese Währung zu investieren,
deren Volatilität, betrachtet man die Fundamentaldaten, übertrieben ausgefallen
sei."
An der Rentenfront war in diesem Jahr Italien eines der extremsten Beispiele
für Volatilität entwickelter Märkte. Politische Bedenken führten zu erheblichen
Abflüssen von internationalen Investoren.
"Die Korrektur am kurzen Ende der italienischen Kurve im Mai war erheblich",
sagt Fitzsimmons. Nach wie vor gebe es langfristige Bedenken, jedoch könnte es
eine kurzfristige taktische Möglichkeit geben, von den attraktiven Bewertungen
des italienischen Marktes zu profitieren, vor allem bei Staatsanleihen mit
kurzer Laufzeit.
Bei den Unternehmensanleihen, deren Ausfallraten weiterhin auf historischen
Tiefstständen lägen, gebe es ebenfalls Hinweise darauf, dass die Anleger
selektiver agierten und Unternehmen schon bei Anzeichen schlechter Nachrichten
schnell bestraften. "In einigen Fällen wird dadurch die Liquidität des
Sekundärmarktes reduziert", sagt Fitzsimmons. "Beispielsweise haben sich die
Credit Spreads des Pharmaunternehmens Bayer deutlich geweitet, da hohe
Prozesskosten befürchtet wurden." Ebenso weiteten sich die Credit Default
Swaps auf Ford deutlich aus, nachdem die Ratingagentur Moody's Investors
Service die Bonität des US-Autoherstellers auf Baa3 herabstufte, die
niedrigste Investment-Grade-Bonität.
"Wir befinden uns in einem Umfeld, in dem die monetären Bedingungen in den USA
wieder restriktiver werden und andere große Zentralbanken ihre expansive
Geldpolitik zurückdrehen", sagt Fitzsimmons. "Daher ist es von entscheidender
Bedeutung, ob der beschriebene Dominoeffekt auf breiter Ebene zu einer
geringeren Risikobereitschaft führt."

Quelle: Investmentfonds.de


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