Columbia Threadneedle I Zur Tatenlosigkeit verdammt: Zentralbanken müssen weiterhin Abwarten
Anthony Willis, Senior Economist bei Columbia Threadneedle InvestmentsFRANKFURT/WIEN, 29. April 2026. Die Zentralbanken aller G7-Staaten werden im Laufe der nächsten fünf Tage zusammentreten. Für die „großen Vier“ – die Bank of England, die Bank of Japan, die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Federal Reserve – erwartet der Markt keine Änderungen, da nach wie vor Unklarheit über die voraussichtliche Dauer, den Umfang und die Auswirkungen des Iran-Konflikts herrscht. Die Zinssenkungen, die der Markt bis vor dem Konflikt noch erwartet hatte, bleiben jetzt allerdings aus, um die Kreditkosten stabil zu halten. Mehr noch: Die Notenbanken könnten die Zinsen sogar erhöhen.
Währungshüter warten ab, ob Kerninflation steigt Die Inflationszahlen spiegeln offensichtlich den Energiepreisschock wider, auch weil der Ölpreis erneut um rund 20 Prozent gestiegen ist. Dieser Effekt wird sich auch auf andere Bereiche ausweiten – und sobald die Währungshüter feststellen, dass auch die Kerninflation steigt, werden sie Alarm schlagen. Bis dahin ist allerdings Geduld gefragt – die Notenbanken wollen auf keinen Fall vorschnell handeln und aggressive Maßnahmen ergreifen. Denn letztlich können Zinserhöhungen den steigenden Energiekosten nicht entgegenwirken und mehr Schaden anrichten als Nutzen. Historisch gesehen haben sich Energiepreisschocks als natürliche Bremse für die weltweite Wirtschaftstätigkeit erwiesen – das dürfte wiederum den Inflationsdruck mindern.
Gemäßigter Inflationsschock – aber Ende des Konflikts nicht in Sicht Es lohnt sich, die aktuelle Situation mit dem Jahr 2022 zu vergleichen, als der Konflikt in der Ukraine ausbrach. Damals war die Inflation bereits vorher erhöht – infolge der Covid-Pandemie und der damit verbundenen Lieferkettenprobleme. Zugleich waren die Arbeitsmärkte angespannt, und die Geldpolitik war deutlich expansiver. Heute ist das Umfeld anders: Die Inflation war rückläufig, die Zentralbanken verfolgten einen restriktiveren Kurs und die Arbeitsmärkte waren weniger angespannt als damals. Der aktuelle Inflationsschock dürfte daher weniger gravierend ausfallen.
Aus geopolitischer Sicht deutet heute vieles darauf hin, dass sowohl der Iran als auch die USA an einer schnellen Lösung interessiert sind. Die Ereignisse um die Straße von Hormus haben jedoch bereits wirtschaftliche Folgen, und je länger der Konflikt andauert, desto schwerwiegender dürften diese ausfallen.
*** - Anzeige -
Anlageberatung.de
Anlageberatung zu den Unruhen an der Börse.
So geht man sicher durch die Krise.
Wie kann man sein Vermögen am besten durch die Krise bringen?
>>> Hier klicken- Ende Anzeige -
***
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Columbia Threadneedle). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Columbia Threadneedle).
|
INVESTMENTFONDS.DE |
|
INVESTMENTFONDS.DE | Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.