Was sind Swap-basierte ETFs?
Kann man die Wertentwicklung des DAX30 mit japanischen Aktien nachbilden? Diesen Eindruck könnte man erhalten, wenn man sich die Zusammenstellung von manchen ETFs anschaut.
Hierbei handelt es sich um eine besondere Art der ETFs. Es gibt einmal die "voll replizierenden" ETFs. Diese kaufen alle im Index enthaltenen Aktien und versuchen so die Rendite nachzubilden. Die Rendite des Indizes kann aber mit dieser Methode nicht immer zu 100% gewährleistet werden.
Aus diesem Grund gibt es noch eine zweite Methode. Bei dieser wird die Nachbildung der Indexrendite mit der Hilfe eines Swaps erreichen. Durch den Swap wird die Rendite des zugrundeliegenden Aktienportfolios gegen die Rendite des Indizes getauscht. Dadurch kann die Rendite natürlich viel genauer nachgebildet werden. Mit dieser Konstruktion kann es vorkommen, dass in dem Aktienportfolio des ETF dann ausschließlich japanische Aktien enthalten sind, deren Rendite dann über einen Swap mit einer Gegenpartei gegen die Indexrendite ausgetauscht wird.
Hierbei handelt es sich um eine Art von Zwitter, da der ETF zusätzlich zum Fondscharakter auch Zertifikatscharakter hat. Es besteht also ein gewisses Emittentenrisiko. Dieses ist aber begrenzt auf 10% des Fondsvolumen. Von den Fondsgesellschaften wird versucht das Emittentenrisiko durch die Hinterlegung höherer Sicherungen weiter zu senken.
Swap basierte ETFs unterscheiden sich aber noch in einem anderen Punkt von traditionellen ETFs. Neue ETF-Anteile können nicht vom Market-Maker erzeugt werden, sonder nur der Emittent kann neue Anteile erzeugen. Diese kann zu einer niedrigeren Liquidität führen, was wiederum zu höheren Handelskosten führen kann.
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