ING-IM: Düstere Zeiten für Emerging Markets
Maarten-Jan Bakkum, Senior Emerging Markets Aktien-Stratege, Den Haag
In seiner Kolumne schreibt Maarten-Jan Bakkum zur aktuellen
Situation der Schwellenländer:
Die Emerging Markets hatten es in letzter Zeit schwer. Tatsächlich
ist ihre wirtschaftliche Leistung in den vergangenen zweieinhalb
Jahren hinter der der entwickelten Märkte zurückgeblieben. In den
USA und Europa hat die Schuldenkrise einen bedeutsamen Wandel an-
gestoßen. So wurde das US-Bankensystem saniert und die US-Wirtschaft
zeigt jetzt wieder Dynamik.
Dank niedrigerer Energiepreise und nicht zuletzt wegen der Kosten-
senkungsmaßnahmen der letzten Jahre geht es mit der US-Wirtschaft
wieder aufwärts. Was Europa betrifft, so hat sich allerhand getan
in Griechenland, Spanien, Portugal und Irland, wo die Krise zu einem
erheblichen Rückgang der Löhne geführt hat. Die Wettbewerbsfähigkeit
dieser Länder hat davon eindeutig profitiert. Es mehren sich
allmählich die Hinweise auf eine Erholung. In der gesamten Eurozone
hat man gezielte Schritte in Richtung auf eine stärkere politische
Abstimmung sowie eine übergreifende Bankenregulierung ergriffen.
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