Sarasin: Übertriebene Nervosität bei Schwellenländern
Ursina Kubli, Ökonomin, Bank J. Safra Sarasin
Ursina Kubli, Ökonomin, Bank J. Safra Sarasin, schreibt in einer
aktuellen Markteinschätzung:
«US-tapering» schwächt Schwellenländerwährungen
Die Erwartungen einer baldigen Reduktion der Staatsanleihenkäufe des
US-Fed, das sogenannte «tapering», hat den Schwellenländerwährungen
stark zugesetzt. Sie haben unter der höheren Risikoaversion an den
Finanzmärkten gelitten. Zudem ist auch der Zinsvorteil im Vergleich
zu den USA aufgrund des kräftigen Anstiegs der US-Zinsen geschrumpft.
Erholung bei soliden Fundamentaldaten
Die derzeitige Nervosität bei Schwellenländerwährungen scheint
übertrieben. Die US-Zinsen dürften in den kommenden Monaten sinken
und die relativen Zinsvorteile der Schwellenländerwährungen werden
dementsprechend wieder zunehmen. Klingt die Nervosität an den
Finanzmärkten ab, werden sich die Schwellenländerwährungen wieder
von ihren Verlusten erholen. Allerdings sollten Anleger vermehrt
auf die Fundamentaldaten der jeweiligen Volkswirtschaften achten.
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