2010 war gutes Jahr für Investmentfondsbranche und Anleger
Auch habe sich im Jahr 2010 die positive Wertentwick- lung in den meisten Fondskategorien fortgesetzt. „Anleger blicken auf ein gutes Fondsjahr zurück“, fass- te Hauptgeschäftsführer Stefan Seip die Wertentwick- lungsstatistik per 31. Dezember 2010 zusammen. Die Ein-Jahres-Rendite lag bei fast allen Gruppen deutlich im Plus. So rentierten beispielsweise Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland auf Ein-Jahressicht im Schnitt mit 17,1 Prozent. Die besondere Wachstums- stärke deutscher Titel zeigt sich im europäischen Ver- gleich. So verzeichneten Aktienfonds mit Schwerpunkt Europa einen Zuwachs von 10,6 Prozent. Bei Misch- fonds resultierten Ergebnisse im Schnitt zwischen 3,4 und 10,5 Prozent – je nach Anlageregion und Gewich- tung der Assetklassen. Die Mittelwerte der Euro- Rentenfonds-Gruppen lagen zwischen 1,0 bis 3,4 Pro- zent. Dabei war das Ergebnis umso höher, je länger die (Rest)Laufzeit der Papiere im Portfolio ist. Das niedrige Zinsumfeld führte bei klassischen Geldmarktfonds zu Renditen von 0,6 Prozent. Bei Offenen Immobilien- fonds haben 19 von 26 Produkten auf Jahressicht eine positive Wertentwicklung erzielt. Der Durchschnittswert von minus 1,3 Prozent ist aufgrund von Extremwerten bei wenigen Fonds stark nach unten verzerrt.
Beim Neugeschäft der Branche haben institutionelle
Anleger im vergangenen Jahr die Rekordsumme von
70,9 Mrd. Euro in Spezialfonds investiert. „Spezialfonds
werden aufgrund ihrer maßgeschneiderten Vorzüge
von institutionellen Anlegern immer stärker genutzt“,
erläuterte Seip. Allein Versicherungsunternehmen ha-
ben per Saldo 29,6 Mrd. Euro – und damit mehr als
doppelt so viel wie im Vorjahr – in Spezialfonds neu
angelegt.
Publikumsfonds haben von Anfang Januar bis Ende
Dezember 2010 per Saldo 19,3 Mrd. Euro eingesam-
melt. Mit einem Netto-Mittelzufluss von 13,8 Mrd. Euro
führen Mischfonds die Absatzliste an. „Anleger wollen
ihr Vermögen breit streuen und nutzen die Expertise
professioneller Fondsmanager, um flexibel auf die
wechselnden Trends an den Kapitalmärkten zu reagie-
ren“, erklärte Seip die zunehmende Nachfrage nach
diesen standardisierten Vermögensverwaltungen. Auf
den Plätzen folgen Aktienfonds mit 10,2 Mrd. Euro und
Rentenfonds mit 9,9 Mrd. Euro. Alternativen Anlage-
fonds und Offenen Immobilienfonds sind unter dem
Strich jeweils 1,6 Mrd. Euro zugeflossen. Aus Geld-
marktfonds zogen Anleger aufgrund der niedrigen Zin-
sen 16,8 Mrd. Euro ab.
Durch das hohe Netto-Mittelaufkommen sowie die posi- tive Entwicklung der Anlagemärkte hat das verwaltete Vermögen der Branche mit 1.829,6 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Davon entfallen 710,0 Mrd. Euro auf Publikumsfonds, 812,5 Mrd. Euro auf Spezialfonds und 307,1 Mrd. Euro auf Vermögen außerhalb von Investmentfonds. Im Ver- gleich zum Vorjahr ist das Gesamtvermögen damit um knapp 124 Mrd. Euro angestiegen, so die aktuelle BVI- Investmentstatistik.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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