J.P. Morgan Asset Management: 2012 ist Qualität Trumpf
Dan Morris, J.P. Morgan Asset Management-Stratege
Frankfurt, 9. Januar 2012 – „2012 ist Qualität bei der Geldanlage Trumpf“,
sagt Dan Morris, Stratege von J.P. Morgan Asset Management, und rechnet für
das neue Jahr zwar mit einem geringeren weltweiten Wachstum, eine Rezession
sieht er trotz der großen globalen Verunsicherung indes nicht. Sicherlich
schauen viele Investoren weiterhin auf Europa. Auch wenn das vergangene
Jahr die Eurozone vor große Herausforderungen gestellt hat, wird das Jahr
2012 erste Besserungen zeigen. In den USA ist das beherrschende Thema die
bevorstehende Präsidentschaftswahl im November. Da hier entgegen den
historischen Erfahrungen kaum mit fiskalpolitischem Rückenwind zu rechnen
ist, wird die amerikanische Wirtschaft den Aufschwung aus eigener Kraft
vorantreiben müssen. Aktuell geht die amerikanische Zentralbank (FED) von
einem Wirtschaftswachstum zwischen 2 bis 2,5 Prozent aus. Insgesamt
prognostizieren die Experten von J.P. Morgan ein weltweites Wirtschafts-
wachstum von 2,1 Prozent. Mit einem Plus von 4,7 Prozent bleiben die
Emerging Markets der weltweite Wachstumstreiber, während die entwickelten
Nationen gerade mal eine Steigerung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten
von 1,2 Prozent erzielen dürften.
Tilmann Galler, Aktienexperte J.P. Asset Management in Frankfurt
Attraktives Marktumfeld für Substanztitel aus den USA und Europa
„Gemessen an ihren Kurs-Gewinn-Verhältnissen sind Aktien aus Europa und
USA deutlich unterbewertet“, sagt Aktienexperte Tilmann Galler von
J.P. Asset Management in Frankfurt. Dabei betont Galler, dass US-Titel
gegenüber ihrem langfristigen Durchschnitt mit einem Abschlag von
23 Prozent gehandelt werden und Aktien aus Europa und Großbritannien
mehr als 30 Prozent unter ihren historischen Bewertungen notieren.
Stratege Morris favorisiert insofern hochwertige Aktien von großen
Unternehmen mit attraktiven Dividendenrenditen. Auch Aktienexperte
Galler ist davon überzeugt, dass 2012 das Jahr der Dividendentitel
sein wird: „Substanzwerte schlagen den Markt im historischen Vergleich.
Dieser Effekt ist vor allem den Dividenden zu verdanken. Auch für
Anleger, die regelmäßige Einnahmen anstreben, eignen sich diese Papiere,
da die Ausschüttung meist die aktuelle Inflationsrate übertrifft“. Ein
weiteres Augenmerk legt Galler auf die Ausschüttungsquote. Sie zeigt,
wie hoch die ausgeschüttete Dividendensumme am Gesamterfolg des Unter-
nehmens ist. Dieser liegt bei US-Unternehmen gerade mal bei 26 Prozent.
„Selbst in unruhigen Marktphasen können diese Unternehmen ihren
Dividendenverpflichtungen nachkommen“, erklärt der Aktienexperte.
Während die Dividendenrendite amerikanischer Unternehmen im Schnitt
bei 2,2 Prozent liegt, stellen europäische Substanzwerte Anlegern
mehr als 4,6 Prozent in Aussicht.
Michael Mewes, Anleiheexperte von J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt
Unternehmensanleihen bieten attraktive Kupons
Aber auch Unternehmensanleihen sollten Anleger in ihrer Auswahlentscheidung
bedenken, rät JPMAM-Stratege Morris. Denn während Staatsanleihen aus den
USA oder aus Deutschland im aktuell niedrigen Zinsumfeld nur eine geringe
Rendite bieten, können viele Anleihen von Unternehmen aus den Bereichen
Investment-Grade und High Yield mit deutlich attraktiveren Verzinsungen
aufwarten. Investment-Grade-Anleihen sind qualitativ sehr hochwertige Papiere,
die von den Ratingagenturen mindestens mit dem Qualitätssiegel BBB- ausge-
zeichnet werden. Die Bonitätseinstufung von High-Yield-Anleihen liegt
darunter. „Anleger sollten entsprechend ihrer Risikotoleranz in den Anleihe-
segmenten Papiere von Unternehmen in Betracht ziehen, deren Bilanzen schon
über die vergangenen Jahre stark waren“, empfiehlt Michael Mewes, Anleihe-
experte von J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Während er in Europa
große international aufgestellte Unternehmen aus defensiven Sektoren
bevorzugt, liegt sein Augenmerk in den USA insbesondere auf Anleihen von
Unternehmen, die hohe Cash-Flows erzielen, über eine starke Eigenkapitalquote
verfügen und dabei auch aus dem Segment unter dem Investment-Grade kommen
dürfen.
Niedrige Verschuldung der Emerging Markets lockt Anleger in lokale Währungen
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