Mit aufhellender Weltkonjunktur setzt die SIG stärker auf Aktien
James Millard, Chief Investment Officer Skandia Investment Group
Im jüngsten SIG-Monatsbericht über die Vermögensallokation argumentiert Chief
Investment Officer James Millard, dass der weltweite Aktienmarkt und Anleihen
nicht-öffentlicher Emittenten, getrieben von besseren Wirtschaftsdaten, einen
starken Start ins neue Jahr hatten. Auch die Eurozone stabilisiert sich weiter,
was vermuten lässt, dass die Schuldenkrise allmählich unter Kontrolle gebracht
wird.
Der Optimismus der SIG speist sich aus dem breiteren wirtschaftlichen Datenbild.
Zum Beispiel ist die US-Konjunktur im vierten Quartal 2011 um 2,8 Prozent
gewachsen – also deutlich schneller als noch früher im Jahr angenommen. Während
der US-Konsum schwächer als erwartet ausfiel und auch die niedrigeren
Staatsausgaben die Wachstumsrate bremsten, ergeben sich Anzeichen, dass der
Immobilien- und auch der Arbeitsmarkt wieder an Dynamik gewinnen.
In Asien hatte Japan 2011 zwar ein schwaches viertes Quartal, im laufenden
Vierteljahr scheint das Wachstum jedoch leicht anzuziehen, so die SIG.
In China wiederum weisen die Wirtschaftsdaten durchweg auf eine weiche Landung
der Konjunktur hin. Der dortige PMI-Index stieg auf über 50 bei gleichzeitig
robusten Daten in Bezug auf den Konsum. Obwohl die meisten chinesischen
Immobilienzahlen schwächer waren, argumentiert die SIG, dass diese Entwicklung
überwiegend auf politische Maßnahmen zurückgeht. Bleibt die Datenlage anhaltend
schwach, dürfte der Staat seine Maßnahmen zurückfahren.
Die SIG sieht auch andere Schwellenlandmärkte positiv, da es dort ebenfalls
Anzeichen für wirtschaftliche Erholung gibt. So stieg etwa der PMI-Index in
Indien den zweiten Monat in Folge kräftig, und auch in Russland fiel die
wirtschaftliche Aktivität stärker als erwartet aus. Die Unternehmen gehen
davon aus, dass 2012 eine laxere Geldpolitik in praktisch allen aufstrebenden
Regionen Trend sein wird.
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