Vontobel: Ist die Korrektur weit genug gegangen?
Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe
In einer aktuellen Markteinschätzung schreibt Christophe Bernard,
Chefstratege der Vontobel-Gruppe:
Einmal mehr bewahrheitete sich die Börsenweisheit „sell in May and go away“ als
sich die Performance der risikobehafteten Anlagen im vergangenen Monat negativ
entwickelte. Einige Aktienmärkte wie Spanien und Italien, aber auch Brasilien und
Russland sind weiter in "Bärengefilde" vorgestoßen und liegen inzwischen um
20 Prozent oder mehr unter ihren jüngsten Höchstständen. Das Verlustrisiko dürfte
mittlerweile begrenzt sein, aber Vontobel rät weiterhin zu Vorsicht.
Angesichts der ungelösten Schuldenkrise in der Eurozone einerseits und der kurzfristigen
Bedrohungen des weltweiten Wirtschaftswachstums andererseits hält Vontobel den Einbruch
durchaus für gerechtfertigt. Das Patt bei den Wahlen in Griechenland am 6. Mai hat die
Bildung einer Regierung unmöglich gemacht. Dies hat den Marktteilnehmern das unmittelbare
Risiko eines Zahlungsausfalls Griechenlands und eines ungeordneten Austritts des Landes aus
der Eurozone vor Augen geführt. Eine solche Entwicklung hätte unabsehbare Folgen für die
übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion. Zudem hat sich die Lage in Spanien
massiv zugespitzt, da die erforderliche Rekapitalisierung der spanischen Banken die Regierung
vor eine nicht zu bewältigende Aufgabe stellt, während die Sparmaßnahmen einen heftigen
Konjunkturabschwung zur Folge haben.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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