Templeton: Jüngste Entwicklungen in den Emerging Markets
Dr. Mark Mobius, Executive Chairman, Templeton Emerging Markets Group
In seiner aktuellen Markteinschätzung zu den Emerging Markets schreibt
Dr. Mark Mobius:
Die Aktienmärkte erzielten in der ersten Augusthälfte eine positive Performance,
denn die Anlegerstimmung blieb optimistisch, nachdem der Präsident der Europäischen
Zentralbank (EZB), Mario Draghi, Ende Juli erklärt hatte, die Bank werde den Euro
unterstützen. Die Erwartung einer dritten quantitativen Lockerungsrunde (QE3)
seitens der Federal Reserve in den USA wirkte sich ebenfalls günstig auf die
Märkte aus. In der letzten Woche des Monats wurde die Stimmung jedoch gedämpft,
denn die Sorgen über die Eurozone eskalierten. Das Wirtschaftsklima verschlechterte
sich im Euroraum auf ein 2-Jahres-Tief, und die EZB kündigte keine konkreten Maß-
nahmen zur Lösung der andauernden Krise an. Die Verbesserung bzw. Stabilisierung
der US-Konjunkturdaten in der zweiten Monatshälfte reduzierte die Wahrscheinlich-
keit weiterer Lockerungsschritte, was an den Märkten eine Korrektur auslöste. Der
MSCI Emerging Markets Index beendete den August mit einem Minus von 0,3% auf USD-
Basis. Unter den Schwellenländern gehörten die europäischen zu den Performance-
Spitzenreitern, denn Märkte wie Tschechi-en, Polen, die Türkei und Russland
schlossen den Monat angesichts der Suche der Anleger nach unterbewerteten
Investments mit positiven Erträgen.
Aktuelles aus den Regionen
Asien
Die Anlageinvestitionen in China stiegen in den ersten sieben Monaten 2012 im
Vergleich zum Vorjahr sprunghaft um 25,5% auf 1,8 Bio. USD, was darauf hindeutet,
dass die Bemühungen der Regierung zur Förderung der privaten Investitionen greifen.
In den Sektoren Öl- und Gas-Exploration und -Produktion, Bildung und Gesundheit
fiel die Steigerung am deutlichsten aus. Die Inflation setzte ihren Abwärtstrend
weiter fort, wobei der Verbraucherpreisindex im Juli mit 1,8% im Vorjahresvergleich
ein 30-Monats-Tief markierte. Die schwächere Nachfrage aus den USA und der
Europäischen Union (EU) hatte eine Verlangsamung des chinesischen Exportwachstums
von 11,3% im Juni auf 1,0% zur Folge. Das Importwachstum reduzierte sich ebenfalls
von 6,2% im Juni auf 4,7% (jeweils im Vergleich zum Vorjahr). Als Folge verringerte
sich das Handelsbilanzdefizit von 31,8 Mrd. USD im Juni auf 25,1 Mrd. USD im Juli.
Der chinesische Premier Wen Jiabao und die Präsidentin von Costa Rica Laura
Chinchilla Miranda vereinbarten bei einem Treffen in Beijing eine stärkere Zu-
sammenarbeit in Bereichen wie Transport, Energie, Bildung und Wissenschaft. Die
Regierungen aus China und Turkme-nistan unterzeichneten anlässlich eines Treffens
im Juli ein Abkommen über die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit,
während sich China und Ruanda auf eine engere Kooperation im militärischen Bereich
verständigten.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.