Sarasin: Griechenland wird von der Troika nicht fallen gelassen
JAN AMRIT POSER, Cheföonom, Bank Sarasin & Cie AG
Nach einigen Monaten scheinbarer Ruhe ist das Thema Griechenland wieder in den
Mittelpunkt des Interesses gerückt. Was die Anleger berechtigterweise nervös
macht, ist die Tatsache, dass im Falle Griechenlands die Zahlen nicht zusammen-
passen. Das Parlament hat das Sparpaket von rund EUR 12 Mia. verabschiedet,
sich aber zwei Jahre mehr Zeit zur Umsetzung auserboten. Zeit ist jedoch Geld
und je länger Griechenland zur Umsetzung der Sparziele braucht, desto länger
muss das Staatsdefizit gedeckt werden. Nach Schätzungen des Internationalen
Währungsfonds (IMF) wird Griechenland daher bis 2016 EUR 32,6 Mia. mehr Geld
brauchen als bisher veranschlagt. Die Gläubigerländer haben jedoch
signalisiert, dass eine Ausweitung des Kreditrahmens für Griechenland nicht
in Frage kommt. Muss nun ein Wunder geschehen?
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