Fidelity: Bundesschätzchen adé - Potenzial von Anleihen kaum genutzt
Andreas Feiden, Geschäftsführer bei Fidelity Worldwide Investment
Kronberg im Taunus, 11. Dezember 2012 - Zum Jahreswechsel verabschiedet sich
eine liebgewonnene Geldanlage der Deutschen: Ab dem 1. Januar können neue
Bundesschatzbriefe nicht mehr gebührenfrei über die Bundesfinanzagentur gekauft
werden. Privatanleger können die Staatspapiere dann nur noch über Banken und
Sparkassen erwerben und müssen für Kauf und Verwahrung zahlen. Das schmälert
die ohnehin schon magere Rendite noch mehr. Alternativen gibt es zwar.
Allerdings kennen sich praktisch nur wenige Anleger mit Anleihen jenseits von
Bundeswertpapieren aus. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, die YouGov im
Auftrag des unabhängigen Vermögensverwalters Fidelity Worldwide Investment
unter mehr als 1.000 Personen durchgeführt hat.
Anleger, die Sicherheit und Rendite in Anleihen suchen, vertrauen bislang
überwiegend auf Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland. Den Klassiker
unter den Wertpapieren bilden die beliebten "Schätzchen", die 1969 zur breiten
Vermögensbildung in Deutschland eingeführt wurden. Insgesamt hat jeder vierte
Befragte (26 Prozent) bereits mindestens ein Mal in deutsche Bundesanleihen
investiert. Hoch im Kurs stehen diese Papiere insbesondere bei älteren Anlegern
- in der Gruppe der über 55-Jährigen haben 34 Prozent der Befragten Vater Staat
schon einmal ihr Geld anvertraut. Dagegen haben nur 16 Prozent der 25- bis
34-Jährigen schon einmal Bundeswertpapiere gekauft. "Bis vor einigen Jahren
konnten Anleger noch eine ordentliche Rendite auf Bundesschätze erhalten.
Zuletzt ist das Zinsniveau stark gesunken. Daher wundert es nicht, dass jüngere
Menschen, die erst in den letzten Jahren begonnen haben Geld anzulegen, nicht
mehr so häufig zu dieser Anlageform gegriffen haben", erklärt Andreas Feiden,
der als Geschäftsführer bei Fidelity Worldwide Investment verantwortlich für
das Privatkundengeschäft ist.
Staatsanleihen aus den Schwellenländern sind ebenfalls eine ernstzunehmende Anlagealternative und sollten in keinem Anleihenportfolio fehlen. Sie bieten ein überzeugenderes Chance-Risiko-Profil als viele Anleihen der Industriestaaten. Sowohl die Gesamtverschuldung als auch die Neuverschuldung der Schwellenländer sind meist deutlich niedriger als die Deutschlands. Zudem werden die Schwellen- länder auch auf lange Sicht deutlich stärker wachsen als Europa und die USA. "Anleger, die über ein Investment in Anleihen nachdenken, sollten vor allem auf Diversifizierung achten und auf ein aktives Portfoliomanagement setzen. Denn der Markt wandelt sich heute sehr viel schneller und erfordert eine Umschichtung von einer in die andere Anlageklasse oder -region. Klar ist aber: Anleger können mehr von einer Geldanlage in Anleihen erwarten als die Magerrenditen, die Bundeswert- papiere bieten", sagt Feiden.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
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