DNB AM Outlook: Mit einem Knall ins neue Jahr
Dr. Dag Lindskog, DNB Asset Management
In seinem aktuellen Marktbericht schreibt Dr. Dag Lindskog von DNB
Asset Management:
Der Dezember sorgte für einen leicht optimistischen Jahresausklang.
Die Zentralbanken waren äußerst aktiv. So kündigte die US-Notenbank (Fed)
neue unorthodoxe Maßnahmen in Form einer offenen quantitativen Lockerung
und Beibehaltung der Nullzinspolitik an, bis die Arbeitslosigkeit
(derzeit 7,7%) nur mehr 6,5% beträgt, was nach Prognosen der Fed erstmals
2015 der Fall sein dürfte. Unterdessen schwächte sich der japanische Yen
bereits aufgrund des Drucks der neuen japanischen Regierung auf die Bank
of Japan mit ihrer Forderung ab, mehr oder weniger wie die Fed zu
verfahren, und an der Tokioter Börse kam es zu Kurssprüngen. Schwedens
Riksbank senkte ihre Zinsen und eine Reihe von Zentralbanken in Schwellen-
märkten taten das Gleiche. Ansonsten kam es an den Finanzmärkten im
Dezember zu keinen großen Ausschlägen, abgesehen von den deutlich
rückläufigen Renditen auf Staatsanleihen der beiden Krisenländer
Griechenland und Portugal.
Das Jahr 2013 startete dann mit einem Knall. Amerikas Politiker rangen
sich endlich zu einem Kompromiss in Sachen Fiskalklippe durch. Infolgedessen
setzten am ersten Handelstag des Jahres die Aktienmärkte weltweit zu
einer Rally an. Allerdings steht die Lösung wichtiger Probleme weiterhin
aus. So wurde die Schuldenobergrenze nicht angehoben und anstehende
Ausgabenkürzungen wurden verschoben. Vor Anfang März muss also ein neuer
Kompromiss ausgehandelt werden. Offensichtlich sind die Marktteilnehmer
der Meinung, dass die US-Wirtschaft eine Straffung der Fiskalpolitik
verdauen kann, ohne in eine Rezession zu rutschen.
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