JP Morgan AM Strategieausblick: 2013 in Schwellenländer-Aktien investieren
George Iwanicki, Emerging-Markets-Makrostratege bei J.P. Morgan Asset Management
Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sind überzeugt: In diesem Jahr
lohnt es sich, in Schwellenländer-Aktien zu investieren. „Es ist nicht das
Jahr, diesen attraktiven Märkten fernzubleiben“, betont George Iwanicki,
Emerging-Markets-Makrostratege bei J.P. Morgan Asset Management, „insbesondere
bei Betrachtung der Aussichten und Performance von Schwellenländer-Aktien.“
Gemäß seinem Strategieteam haben sich alle drei Faktoren, durch die Risiko-
anlagen in den letzten Jahren negativ beeinträchtigt wurden, inzwischen
deutlich abgeschwächt. „In Europa hat die Wahrscheinlichkeit von Extrem-
ereignissen – trotz kurzfristig aufflackernder Krisen wie aktuell Zypern
– nachgelassen, nachdem die Europäische Zentralbank das Finanzsystem groß-
zügig mit Liquidität flutete. Zudem konnte die chinesische Wirtschaft eine
harte Landung verhindern und kommt nun wieder in Fahrt. Und nicht zuletzt
lassen die USA trotz langwierigem Haushaltsstreit und verbleibender Unge-
wissheiten bezüglich des Staatsdefizits konkretere Anzeichen dafür erkennen,
dass die Krise am dortigen Wohnungsmarkt zu Ende ist und die Wirtschaft
bald nicht mehr bremsen wird“, erläutert der Stratege.
Höheres BIP-Wachstum in Schwellenländern
Was bedeutet dies für Aktieninvestments in den Emerging Markets? „Die
Bewertungen dort sind nach wie vor attraktiv und mit einem Kurs-Buchwert
von 1,5 bis 1,8 in einem Bereich, den wir als verhältnismäßig günstig für
Aktien bezeichnen“, so Iwanicki. Allerdings befinden sich die Bewertungen
bereits seit zwei Jahren auf diesem Niveau. Trotzdem zeigten die Märkte
eine eher schwache Performance. „Bei Betrachtung der Konsens-Gewinner-
wartungen für die Schwellenländer ist auffällig, dass sie sowohl von der
Höhe als auch von der Breite her gesehen in den letzten zwei Jahren gefallen
sind. Dieser Erwartungsrückgang wie auch stagnierende Unternehmensgewinne
belasteten die Performance von Schwellenländer-Aktien insgesamt, aber gerade
auch im Vergleich zu Aktien aus Industrienationen. Das Gewinnproblem liegt
dabei allerdings nicht an den Umsätzen, sondern an den Gewinnmargen“, unter-
streicht der Experte.
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