Sarasin: Makroökonomische Ungleichgewichte als langfristige Treiber
URSINA KUBLI, Ökonomin bei der Bank Sarasin & Cie AG
In einer aktuellen Kolumne zum Finanzmarkt schreibt Ursina Kubli,
Ökonomin bei der Bank Sarasin:
Den makroökonomischen Ungleichgewichten wurde in Euroland viel
zu wenig Bedeutung beigemessen. Die Korrektur dieser Exzessive
hat den Grundstein für die Große Finanzkrise gelegt, brachte
die Banken ins Taumeln und führte zu einem rasanten Anstieg der
Staatsschulden. Um die Ungleichgewichte künftig frühzeitig zu
erkennen, wurde in Euroland ein neues Verfahren eingeführt.
Die Grundlage für dieses Verfahren ist ein Frühwarnsystem mit
verschiedenen Indikatoren zu den wichtigsten internen und
externen Ungleichgewichten: Überschreitet ein Land zu viele
Schwellenwerte, wird das jeweilige Euromitgliedsland aufgefordert
diese zu korrigieren. Bei Nichteinhaltung drohen Sanktionen.
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