Aberdeen: Kommentar zu argentinischen Anleihen
Brett Diment, Leiter des Schwellenländerteams bei Aberdeen AM
Brett Diment, Head of Emerging Market and Sovereign Debt bei
Aberdeen Asset Management, kommentiert das Drama um die argentinischen
Anleihen: „Infolge des Zahlungsverzugs rechnen wir mit einer Verkaufs-
welle bei Argentinienanleihen in den nächsten Tagen. Aufgrund der
Unsicherheit über die künftigen, im Jahr 2014 fälligen Kuponzahlungen
dürften sich nach New Yorker Recht emittierte Anleihen dabei schlechter
entwickeln als Anleihen nach lokalem Recht. In unserem Basisszenario
gehen wir allerdings davon aus, dass die Regierung den Verzug Anfang
2015 wiedergutmachen kann, da die rechtlichen Hürden für eine Einigung
mit den Holdout-Gläubigern Ende 2014 wegfallen werden.“
„Derzeit halten wir in unseren Blend-Strategien eine übergewichtete
Position von 1% in argentinischen Anleihen, die ausschließlich aus
US-Dollar-Anleihen besteht, die nach lokalem Recht begeben wurden.
Wichtig ist insbesondere, dass der Zahlungsverzug auf die nach New
Yorker Recht emittierten Anleihen die Fähigkeit Argentiniens nicht
beeinträchtigt, die Anleihen nach lokalem Recht zu bedienen, da diese
von der Gleichrangigkeitsentscheidung vom Oktober 2012 nicht betroffen
waren, mit der Argentinien nach einem jahrelangen Rechtsstreit ver-
pflichtet wurde, 1,33 Mrd. USD an die Holdout-Gläubiger zu zahlen.
Nachdem Argentinien im bisherigen Verlauf des Jahres alle Berufungs-
möglichkeiten ausgeschöpft hat, kam es zu der gegenwärtigen Konfron-
tation zwischen der Regierung und den Holdout-Gläubigern. Argentinien
beabsichtigte, die ursprünglich am 30. Juni fällige Kuponzahlung zu
leisten und überwies den Betrag an die Zahlstelle (Bank of New York
Mellon). Richter Griesa entschied jedoch, dass die Gelder nicht an
die Inhaber von Anleihen ausgezahlt werden dürften, die den damaligen
Umschuldungen zugestimmt hatten, sofern die Holdout-Gläubiger nicht
bezahlt werden.“
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