FranklinTempleton: Warum ein fallender Euro die europäische Konjunkturerholung retten könnte
Uwe Zoellner, CFA, Head of Pan-European Equity, Portfoliomanager
Franklin Templeton Investment Management
In einer aktuellen Markteinschätzung schreibt Uwe Zoellner:
Die europäischen Märkte hatten in den letzten Monaten
mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Ursache war das Zusammen-
spiel aus schwachem Wirtschaftswachstum, was sich teilweise
auf die geringe Nachfrage aus Schwellenmärkten zurückführen
lässt, ausstehenden Strukturreformen und geopolitischen
Spannungen, die die sowieso schon anämische Erholung zu-
sätzlich schwächten. Auch das Umsatzwachstum war für uns
eine große Enttäuschung. Die Unternehmensumsätze blieben
auch weiter unter ihrem vormaligen Höchststand im Jahr
2007. Die Entwicklung der europäischen Wirtschaft und
Aktienmärkte während des Rests dieses Jahres und Anfang
2015 dürfte unserer Meinung nach von einem schwächeren
Euro und besserem Wachstum in den Schwellenmärkten
abhängen.
Die europäische Konjunkturerholung ist dieses Jahr
ganz eindeutig nicht nach unseren Erwartungen verlaufen.
Es gab punktuell gewisse Verbesserungen, wie in Spanien
zum Beispiel, was die Region veranlasst hat, harte
Strukturmaßnahmen in die Wege zu leiten. Länder wie
Italien und Frankreich haben jedoch noch nicht die
Maßnahmen ergriffen, die wir für notwendig halten,
um ihre Volkswirtschaften in Fahrt zu bringen.
Gleichzeitig rutschte Italien wieder zurück in die
Rezession. Länder in Nordeuropa, die die Finanzkrise
gut überstanden haben, litten zur gleichen Zeit
unter der Schwäche ihrer Exportmärkte in den Industrie-
ländern. Deutschland, das ein Lichtblick in der Region
gewesen war, scheint uns nachzulassen. Die schlechten
Wirtschaftszahlen aus Deutschland, Italien und
Frankreich in den letzten Monaten könnten auch als
Warnsignal für Länder dienen, die zu selbstzufrieden
geworden sind oder immer noch nicht in der Lage waren,
Reformen umzusetzen.
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