Hansainvest: Gold zeigt trotz US-Dollaranstieg und Ölpreisverfall Stärke
Nico Baumbach, Fondsmanager bei Hansainvest
Nach Einschätzung von Nico Baumbach hat sich der Goldpreis in den
vergangenen Wochen nachhaltig stabilisiert. „Viele Anleger haben
das Edelmetall als Krisenschutz wiederentdeckt, weil sie der lockeren
Geldpolitik der Notenbanken misstrauen“, so der Fondsmanager der
Hamburger Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische
Investment-GmbH. Baumbach sieht gute Chancen, dass die Goldnotiz
ihre Bodenbildung in den Wintermonaten abschließt.
Nach Ansicht des Edelmetallexperten können die Notenbanken uner-
wünschte Wechselkursbewegungen nicht immer und nicht für alle Zeiten
verhindern. „Dies belegte zuletzt die Aufgabe der Bindung des Schweizer
Franken an den Euro“, so Baumbach. Seit diesem für viele Marktteilnehmer
doch überraschenden Ereignis nähmen die Investoren systemische Risiken
wieder stärker wahr.
„Offenbar beeinträchtigten die Turbulenzen das allgemeine Vertrauen
in die Gestaltungsmacht der Zentralbanken – Gold brachte sich dadurch
als Währungsersatz in Erinnerung“, beschreibt der Fondsmanager der
beiden Edelmetallfonds HANSAgold und HANSAwerte seine Eindrücke. Der
Kurssprung des Franken hatte kurzfristig heftige Verwerfungen an den
Aktien- und Devisenmärkten ausgelöst und auch den Goldpreis angetrieben.
Und auch die neue griechische Regierung sei nicht angetreten, Investoren
in Sicherheit zu wiegen.
Baumbach zufolge werden die Investoren nun sehr genau beobachten,
ob die geldpolitischen Lockerungen in Europa, Japan und anderswo die
Märkte nachhaltig stabilisieren. „Sollte der Stress im Finanzsystem
hingegen wieder zunehmen, würde dies den Goldnotierungen zusätzlichen
Halt geben.“ Der Fondsmanager kritisiert in diesem Zusammenhang die
weitverbreitete Neigung, die eigene Währung zu schwächen, um den
heimischen Unternehmen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen: „Ich sehe
hier Risiken. Abwertungswettläufe können einen ungesunden Wettbewerb
entfachen, der schnell außer Kontrolle gerät.“
Alte Korrelationen gelten nicht mehr
Ungewöhnlich sei, so Baumbach, dass die Goldnotiz unlängst zulegte,
obwohl sich das Öl stark verbilligte und der US-Dollar weiter anzog.
Beides war einem steigenden Goldpreis in der Vergangenheit eher ab-
träglich. „In früheren Jahren bestand oftmals ein stabiler positiver
Zusammenhang zwischen dem Öl- und dem Goldmarkt, der aktuell außer
Kraft gesetzt scheint.“
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