J.P. Morgan Asset Management: Globale Verschuldung steigt deutlich
Tilmann Galler, Kapitalmarkt-Experte bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt
Seit der Finanzkrise wird die Entschuldung oft als Begründung
für eine schwächelnde Wirtschaftsleistung verwendet. Doch während
beispielsweise die US-Haushalte ihre Verschuldung erheblich redu-
ziert haben, zeigt eine aktuelle Studie von McKinsey & Co, dass
sich die globale Verschuldung seit Beginn der Finanzkrise 2007 sogar
um weitere 57 Billionen US-Dollar erhöht hat. Berücksichtigt wurden
dabei nicht nur die Staatsschulden, sondern auch die von Unternehmen
und Privathaushalten. Wie Tilmann Galler, Kapitalmarkt-Experte bei
J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt betont, stammt ein Großteil
des Schuldenwachstums aus den Staatshaushalten, die in zahlreichen
Ländern als Folge der Finanzkrise den Finanzsektor stützen mussten.
Die Unternehmen haben sich in den letzten sieben Jahren insbesondere
in den Schwellenländern deutlich stärker verschuldet. Besonders
ausgeprägt war die Entwicklung in China, wo aufgrund des starken
Wachstums der letzten Jahre der Unternehmenssektor inzwischen den
höchsten Schuldenstand der Welt hat.
„Im Jahr 2007 summierten sich die Schulden auf 269 Prozent der
globalen Wirtschaftsleistung – nun sind sie auf 286 Prozent
gestiegen. Obwohl dies sicherlich ein Grund zur Beunruhigung
ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Finanzkrise dank
einer inzwischen deutlich stärkeren Regulierung dennoch geringer
als 2007. Trotzdem ist eine weitere Ausweitung der Verschuldung
ein Risiko für die Stabilität des Finanzsystems und der Ausgleich
finanzieller Ungleichheiten noch ein wichtiges ‚to do‘ auf der
Agenda der politischen Entscheidungsträger weltweit“, unterstreicht
Tilmann Galler.
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