Russell Investments-Globaler Ausblick: Rückläufige Energiepreise verstärken Auseinanderdriften der Zentralbanken
Andrew Pease, Global Head of Investment Strategy bei Russell
Die Anlagestrategen von Russell Investments veröffentlichen in dieser
Woche ihr Update zum globalen Ausblick 2015 für das zweite Quartal.
Darin unterstreicht das Team zwei wesentliche Punkte, die 2015 im Auge
behalten werden sollten: Das Auseinanderdriften der Zentralbanken und
die überschüssige Kapazität in der US-Wirtschaft. Beides wurde durch
den Einbruch der Ölpreise in Höhe von 50 Prozent seit Juni 2014 noch
verstärkt. Den Strategen zufolge sprechen die Deflationsängste dafür,
dass die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of Japan (BoJ)
künftig eine noch entgegenkommendere Geldpolitik verfolgen werden.
Der wahrscheinliche Konjunkturaufschwung in den USA infolge der
niedrigeren Energiepreise könnte hingegen dazu führen, dass die Fed
Zinserhöhungen schon früher einleitet. Was die überschüssige Kapazität
in der US-Wirtschaft betrifft, wird derzeit für 2015 von einem monat-
lichen Stellenwachstum von 230.000 ausgegangen. Dadurch dürfte die
Arbeitslosigkeit bis zum Jahresende auf fast fünf Prozent zurückgehen
und der Lohndruck würde zunehmen.
"Der wichtigste Indikator, den es derzeit zu beobachten gilt, sind die
Stundenlöhne im monatlichen Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor
Statistics," meint Andrew Pease, Global Head of Investment Strategy bei
Russell. "Dies wird erstmals zu mehr Zuversicht führen, dass sich die
Bedingungen am Arbeitsmarkt stark genug verbessern, um die Ertragsmargen
zu schmälern und die Inflation nach oben zu treiben, so dass die Fed
aggressiver vorgehen könnte."
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