Vontobel: Zwischen Inflation und Deflation - mögliche Konsequenzen für Anleger
Christophe Bernard, Vontobel-Chefstratege
Trotz der beispiellosen Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken in den letzten
Jahren gibt es derzeit keine Anzeichen für Inflationsdruck in den Industrie-
staaten. Vielmehr scheint es, dass die Verbindung zwischen Inflation, Geldmenge
und Wirtschaftsleistung schon in den 1980er Jahren aufgelöst wurde und seitdem
ein langfristiger Disinflationstrend vorherrscht. Dieser ist auf verschiedene
Faktoren zurückzuführen, die unterschiedlich stark wirken. Lesen Sie im Markt-
kommentar von Vontobel-Chefstratege Christophe Bernard, wie er die weitere
Inflationsentwicklung einschätzt und welche Alternativen er derzeit für Anleger
sieht:
"Monetarismus, eine der einflussreichsten Wirtschaftstheorien des 20. Jahrhunderts,
beruht auf der Annahme, dass Inflation durch eine aufgeblähte Geldmenge verursacht
wird. Allerdings scheint die Geschichte diese These des amerikanischen
Wirtschaftsprofessors Milton Friedman zu widerlegen: Die enorme Liquiditätsschwemme
der großen Notenbanken – eine Situation, die dem von Friedman verwendeten Bild von
aus einem Helikopter abgeworfenem Geld ähnelt – hat bislang keine erkennbare Wirkung
auf das Preisniveau. In einem Umfeld, in dem die Renditen von Staatsanleihen
scheinbar unaufhaltsam nach unten tendieren, werden alternative Anlagen unseres
Erachtens immer attraktiver."
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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