Fidelity Jahresausblick 2016: Gemischtes Bild bei europäischen Aktien
Matthew Siddle, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund:
Energiesektor übergewichtet – Ölmarkt dürfte neues Gleichgewicht finden
"Derzeit gibt es viele Faktoren, die Europa zugutekommen: Niedrige
Ölpreise kurbeln den Konsum an, während der schwache Euro die Produkte
europäischer Unternehmen global wettbewerbsfähiger macht. Günstige
Finanzierungskosten, leichter verfügbare Kredite und die Liquiditäts-
schwemme sind weitere sich positiv auswirkende Faktoren. Dem stehen
die Wachstumssorgen mit Blick auf die Schwellenländer und besonders
China gegenüber. Da dort jedoch steigende Staatsausgaben und niedrigere
Zinsen die Wirtschaft und die Nachfrage stützen sollten, habe ich in
meinen Fonds die Untergewichtung von Firmen mit hohem Umsatzanteil in
Schwellenländern zurückgefahren und für den Jahresbeginn 2016 eine
neutrale Positionierung eingenommen.
Alexandra Hartmann, Fondsmanagerin des Fidelity Euro Blue Chip Fund:
Inmarsat, Ryanair und Deutsche Wohnen mit guten Aussichten
"Mit einer starken Erholung der europäischen Wirtschaft ist 2016 nicht
zu rechnen. Vermutlich werden einige größere, wachstumsschwache Markt-
segmente das durchschnittliche Gewinnwachstum in Europa mindern. Die
Aktienbewertungen in Europa haben sich normalisiert, gemessen an anderen
Anlageklassen und Regionen sind sie aber nach wie vor günstig. Sehr
ermutigend ist es, dass Anleger nicht mehr alle Aktien über einen Kamm
scheren, sondern zunehmend differenzieren.
Auf Einzeltitelebene dürfte 2016 beispielsweise Inmarsat, der Betreiber
von Kommunikationssatelliten, sehr gute Aussichten haben. Mithilfe seiner
Technik können wir möglicherweise schon bald auch im Flugzeug im Internet
surfen. Sehr attraktiv finde ich nach wie vor die Billigfluglinie Ryanair.
Deren Marktdurchdringung ist noch lange nicht abgeschlossen, und die
Airline hat noch viele Möglichkeiten, neue Routen zu erschließen. Gut
aufgestellt und attraktiv bewertet ist auch die Immobiliengesellschaft
Deutsche Wohnen mit ihrem regionalen Fokus und zahlreichen Chancen für
organisches Wachstum."
Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund:
Aktienmärkte haben gute Daten deutscher Unternehmen noch nicht voll berücksichtigt
"Im Jahr 2015 haben die meisten Firmen die Erwartungen der Analysten über-
troffen, die daraufhin ihre Gewinnprognosen nach oben korrigiert haben.
Dieser Trend dürfte nach meiner Einschätzung 2016 anhalten. Da die Märkte
die positiven Fundamentaldaten auf Unternehmensseite noch nicht umfassend
berücksichtigt haben, werden uns die attraktiven Bewertungen wohl bis ins
neue Jahr erhalten bleiben. Für die Werte im DAX liegt das Kurs-Gewinn-
Verhältnis ungeachtet der starken Unternehmensbilanzen immer noch um
20 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Und verglichen mit ihren
europäischen Pendants sind die Bewertungsabschläge deutscher Aktien so
hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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