Quasi-Staatsanleihen: Investment Professionals rechnen mit steigenden Ausfällen in Schwellenländern
Ralf Frank, Generalsekretär der DVFA e.V.
In den vergangenen Monaten war in vielen Schwellenländern ein starker
Anstieg bei der Emission von Quasi-Staatsanleihen in US-Dollar und
anderen Hartwährungen zu beobachten. Über 800 Milliarden US-Dollar
sollen inzwischen in dem Segment staatsnaher Anleihen eingesammelt
worden sein. Diese werden typischerweise von Unternehmen emittiert,
bei denen der Staat über 50 Prozent der Anteile hält beziehungsweise
mehr als 50 Prozent der Stimmrechte besitzt, und sie beinhalten zumeist
implizite staatliche Garantien. Die Zunahme der Verschuldung im Rahmen
von Quasi-Staatsanleihen der Emerging Markets halten 74 Prozent der
deutschen Investment Professionals für problematisch (53,8 Prozent)
oder sehr problematisch (20,2 Prozent). Rund ein Viertel der Befragten
(25,9 Prozent) hält diese Entwicklung für weniger oder nicht proble-
matisch – so die Ergebnisse der aktuellen DVFA Freitagsfrage.
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