Aberdeen Kommentar zur italienischen Parlamentswahl
Jeremy Lawson, Chefvolkswirt bei Aberdeen Standard Investments
Jeremy Lawson, Chefvolkswirt bei Aberdeen Standard Investments,
kommentiert die italienische Parlamentswahl am Sonntag und die
Auswirkungen für italienische Staatsanleihen:
"Am 4. März geht Italien an die Wahlurnen, um eine neue Regierung
zu wählen. Neben den Implikationen für die italienische Wirtschaft,
die noch immer vor strukturellen Herausforderungen steht, gilt die
Wahl auch als erster signifikanter Gradmesser für die Stimmung im
Hinblick auf die Europäische Union im Jahr 2018.
Aktuellen Wahlprognosen zufolge hat die Fünf-Sterne-Bewegung die
besten Chancen als größte Partei im Parlament aus den Wahlen hervor-
zugehen. Allerdings wird dies aufgrund des neuen italienischen Wahl-
systems nach jetzigem Stand nicht ausreichen, um alleine die Regierung
zu bilden. Allianzen mit anderen Parteien zur Bildung einer Koalitions-
regierung bestehen ebenfalls nicht. Deshalb gilt eine große Koalition,
angeführt von Silvio Berlusconis mitte-rechts Partei Forza Italia oder
Matteo Renzis mitte-links angesiedelter Demokratischen Partei als wahr-
scheinlichstes Ergebnis der Wahl."
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