T. Rowe Price: Drei Vorsätze für das neue Jahr
Nick Samouilhan, Solutions Strategist bei T. Rowe Price
T. Rowe Price: Drei Vorsätze für das neue Jahr
- Neues Zinsumfeld spielt bei der Portfolioausrichtung eine entscheidende Rolle
- Regionale Investments unter die Lupe nehmen
- Währungsabsicherung immer wichtiger
Der Januar ist der Monat für gute Vorsätze im neuen Jahr: Mehr laufen, weniger Fleisch essen oder ein neues Hobby beginnen. Auch beim Investment kann es durchaus sinnvoll sein, die bisherige Strategie auf den Prüfstand zu stellen und diese bei Bedarf anzupassen.
"In diesem Jahr stehen bei uns drei Vorsätze auf der Agenda, die wir im Hinblick auf unsere Anlageprozesse im Blick haben", sagt Nick Samouilhan, Solutions Strategist bei T. Rowe Price.
Risiken neu bewerten
Vorsatz Nummer Eins: "Investoren sollten ehrlich im Hinblick darauf sein, was sie mit festverzinslichen Wertpapieren erreichen wollen und ihre Positionen entsprechend anpassen", sagt Samouilhan. Als Erstes müsse man dabei akzeptieren, dass Investoren bei festverzinslichen Anlagen auch eine gute Portion Glück gehabt hätten. "Die Zentralbanken haben nach dem Ausbruch der globalen Finanzkrise den Zinssatz nach unten gedrückt. Für diesen Zeitraum galt: Je höher das Risiko (bei Duration oder Kreditwürdigkeit), desto besser die Renditen", so Samouilhan. Jetzt sei die Zeit für einen Wandel. "Da es unwahrscheinlich ist, dass Zinssätze und Creditspreads weiter sinken, müssen sich Investoren, die ein höheres Durations- und Kreditrisiko eingegangen sind, nun fragen, ob es sich lohnt, diese Positionen beizubehalten", unterstreicht der Experte. Daher liege es nahe, mögliche Risiken neu zu bewerten.
Einen globalen Ansatz wählen
Als zweiten Vorsatz nennt er die Berücksichtung des Umstandes, dass man zwar in einer stärker globalisierten Welt lebe als noch vor einem Jahrzehnt, aber einige Anleger weiterhin investierten, als wäre jede Region der Welt eine Insel.
"Die Dinge haben sich geändert. Wir sollten uns die Frage stellen: Wie regional ist eigentlich das jeweilige Investment überhaupt noch?" Wenn etwa ein Unternehmen in New York registriert sei, seine Waren in Brasilien herstelle, diese in Südafrika zusammenbaue und dann an chinesische Verbraucher verkaufe, müsse man überlegen, in welche Region man überhaupt investiere.
Währungsabsicherung nicht unterschätzen
Der dritte Vorsatz betrifft die Währungsabsicherung. "Da niedrige und stabile Zinssätze das globale Investmentumfeld in den vergangenen Jahren geprägt haben, wurden Währungen von Investoren ignoriert. Stattdessen haben sie sich auf Aktien- und Anleihemärkte konzentriert", sagt Nick Samouilhan und fügt hinzu: "Aber jetzt erhöhen einige Zentralbanken die Zinsen, andere legen eine Pause ein und eine Handvoll senkt sogar die Zinsen." In einer Welt divergierender Zinssätze laute daher der dritte Vorsatz, die Währungsabsicherung ernst zu nehmen. Dies sei besonders wichtig für Investoren aus Großbritannien. Dort reagiere die Währung sehr stark auf die Ergebnisse der Brexit-Diskussionen.
"Hoffentlich führen diese drei Vorsätze - im Gegensatz zu den klassischen Vorsätzen im Privatleben - zum Beispiel sich gesünder zu ernähren und mehr Sport zu treiben - zu echten Veränderungen. Zumindest hoffen wir, dass wir einige Investoren zum Nachdenken darüber anregen können, ob gängige Anlagepraktiken nachhaltig sind oder ob 2019 nicht doch ein besserer Ansatz gewählt werden sollte", resümiert der Solutions Strategist.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.