BlueBay`s View: Fed könnte quantitative Straffung früher beenden
David Riley,Head of Credit Strategy innerhalb des Chief Investment Office
Der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank Fed wird in seinen nächsten Sitzungen klarstellen müssen, bis zu welchem Endpunkt die Bilanz der Notenbank weiter verkleinert wird, indem nicht mehr in auslaufende Tresuries und Mortgage Backed Securities (MBS) investiert wird. Schließlich hat die angestrebte Normalisierung der Fed-Bilanz, die von der früheren Fed-Chefin Janet Yellen eingeläutet wurde, Investoren stärker als anfangs erwartet beschäftigt.
Die schrumpfende Fed-Bilanz zusammen mit den Zinserhöhungen haben zu einer Straffung der monetären und finanziellen Bedingungen geführt, die von einer überdurchschnittlich wachsenden US-Wirtschaft und der nahezu erreichten Vollbeschäftigung gerechtfertigt wird.
Damit der FOMC nun glaubwürdig behaupten kann, die Geldpolitik sei "datenabhängig" ausgerichtet und folge nicht einem vorgegebenen "Normalisierungspfad", muss er die quantitative Straffung eher früher als später beenden. Geschieht dies nicht, wird es zu weiteren Phasen der Marktvolatilität kommen, weil Anleger das Risiko für wahrscheinlicher halten, dass es wie in früheren Straffungszyklen am Ende zu einer Rezession kommt und nicht zur sanften Landung mit einer nachhaltigen Wachstumsrate.
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