Donner & Reuschel: Mumm kompakt - Positive Wirtschaftsdaten aus China
Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel
Im Handelskonflikt zwischen China und des USA stehen die Zeichen auf Entspannung.
Zumindest wird das von den Verhandlungen berichtet, wenngleich konkrete Ergebnisse weiter auf sich warten lassen. Dabei ließ der Druck auf die chinesische Verhandlungsseite zuletzt etwas nach, nachdem es einige Anzeichen für eine Stabilisierung der chinesischen Wachstumsdynamik gab. Die veröffentlichten Konjunkturdaten und Prognosen sind dabei recht unterschiedlich. So lag der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China zuletzt wieder über der Expansionsschwelle von 50. Die expansiven geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen scheinen zu greifen.
In den USA hingegen enttäuschte zuletzt der ISM-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen. Auch ein zunehmend schwächeres Geldmengenwachstum, die inverse Zinsstruktur und ein leicht nachgebendes Verbrauchervertrauen ließen Konjunktursorgen aufkommen. Das mag der Grund für die deutlichen Worte von US-Präsident Trump in Richtung der US-Notenbank Fed und die Forderung nach einer lockereren Geldpolitik sein. In dieser Woche stehen die Veröffentlichungen der neuesten Daten zur Industrieproduktion für China und die USA sowie die Schätzung des chinesischen BIP-Wachstums im ersten Quartal 2019 im Fokus.
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