ifo Institut: Harter Brexit würde Irland am stärksten treffen
Marina Steininger, Forscherin vom ifo Zentrum für Außenwirtschaft mit Jasmin Gröschl vom ifo und Gabriel Felbermayr (jetzt IfW Kiel)
Ein harter Brexit würde die irische Wirtschaft am schlimmsten treffen. Das geht aus Zahlen des ifo Instituts hervor. Demnach würde das Wohlstandsniveau in Irland um 8,16 Prozent fallen, in Luxemburg um 5,23 und in Malta um 5,19 Prozent. Das Vereinigte Königreich selbst müsste mit einem Rückgang von 2,76 Prozent rechnen.
"Die Auswirkungen eines harten Brexit würden die Mitgliedsstaaten der EU unterschiedlich hart treffen", sagt Forscherin Marina Steininger vom ifo Zentrum für Außenwirtschaft, eine der Autor*innen des Papiers, das sie mit Jasmin Gröschl vom ifo und Gabriel Felbermayr (jetzt IfW Kiel) geschrieben hat. Außerdem sei es möglich, dass die Unsicherheiten für Investoren und sich ändernde Wechselkurse die negativen Auswirkungen noch verschlimmern. "Ein Freihandelsabkommen würde auf jeden Fall die negativen Folgen dämpfen", sagt Steininger weiter.
Bei einem Austritt ohne Abkommen wären weitere Leidtragende die Niederlande (minus 1,64 Prozent), Belgien (minus 1,40) und Zypern (minus 1,37 Prozent). Dänemark wäre mit minus 0,89 Prozent dabei, Schweden mit minus 0,75 Prozent, Deutschland mit minus 0,72 Prozent, Frankreich mit minus 0,52, Italien mit minus 0,40 Prozent, Spanien mit minus 0,39 Prozent, Österreich mit minus 0,35 Prozent und die Schweiz mit minus 0,01 Prozent.
"Die Auswirkungen eines harten Brexit auf den Rest der Welt sind begrenzt", ergänzt Steininger. Die USA wären mit minus 0,01 Prozent betroffen, die Türkei mit minus 0,04 Prozent, Korea mit minus 0,03 Prozent. Es gäbe aber auch Profiteure, wie Taiwan mit plus 0,13 Prozent, China mit plus 0,05 Prozent, Indien mit plus 0,02 Prozent oder Russland mit plus 0,01 Prozent.
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