Perception A | Vermögensverwalter setzen auf KI, sehen aber Risiken bei Datenqualität und Vertrauen
Phil Anderson, Gründer und Geschäftsführer Perceptiona
Investmentfonds.de - Vier von fünf Vermögensverwaltern (80 %) befürchten, dass minderwertige Daten das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von KI-Anwendungen beeinträchtigen könnten.
- 70 % sorgen sich über finanzielle und rechtliche Risiken durch verzerrte Anlageentscheidungen oder regulatorische Sanktionen.
- 48 % zeigen sich angesichts der möglichen Folgen einer schlechten Datenqualität sogar sehr besorgt.
- 99 % sehen unzuverlässige und intransparente Daten als größte Hürde für das Vertrauen in KI-Ergebnisse – und damit als wesentlichen Treiber einer Vertrauenslücke gegenüber KI.
Vermögensverwalter blicken grundsätzlich zuversichtlich auf die Qualität der Daten, mit denen die in ihren Unternehmen eingesetzten KI-Modelle trainiert werden. Das zeigt eine neue Studie von Clearwater Analytics (siehe beigefügte Pressemitteilung).
Für die Studie wurden Vermögensverwalter aus unterschiedlichen Bereichen befragt, darunter Versicherungs-Asset-Manager, Hedgefonds, Private-Markets-Spezialisten und klassische Asset Manager. Insgesamt bewerten 70 % der Befragten die Qualität ihrer Daten als gut oder ausgezeichnet; 32 % stufen sie sogar als ausgezeichnet ein.
Ein genauerer Blick auf die einzelnen Dimensionen der Datenqualität zeigt jedoch deutliche Unterschiede. Bei Genauigkeit und Zuverlässigkeit bewerten lediglich 56 % ihre Daten als gut oder ausgezeichnet – der niedrigste Wert der untersuchten Kategorien. Bei Vollständigkeit und Datenabdeckung fällt das Urteil deutlich positiver aus: 79 % bewerten ihre Daten hier als gut oder ausgezeichnet, 48 % sogar als ausgezeichnet.
Die Differenz von 23 Prozentpunkten deutet darauf hin, dass viele Unternehmen zwar über umfangreiche Datenbestände verfügen, diesen Daten jedoch nicht in gleichem Maße vertrauen.
Auch bei der Vollständigkeit der Datensätze zeigt sich ein gemischtes Bild: 69 % der befragten Fondsmanager halten ihre Datenbestände für vollständig, davon 12 % sogar für sehr vollständig. 21 % bezeichnen ihre Datensätze hingegen als unvollständig.
Die grundsätzlich hohe Zuversicht in die Datenqualität geht damit mit erheblichen Bedenken hinsichtlich ihrer Nutzung in KI-Anwendungen einher. Sobald die möglichen Folgen einer unzureichenden Datenqualität betrachtet werden, nimmt die Besorgnis deutlich zu. Insgesamt 72 % der Befragten geben an, diesbezüglich besorgt oder sehr besorgt zu sein.
Besonders groß ist die Sorge, dass Probleme mit der Datenqualität letztlich das Vertrauen in die KI selbst beschädigen könnten. 80 % der Vermögensverwalter sehen hierin ein Risiko, 20 % sind sogar sehr besorgt.
Damit droht ein sich selbst verstärkender Effekt: Ein Problem mit den zugrunde liegenden Daten könnte fälschlicherweise als Problem der Technologie wahrgenommen werden. Die KI-Anwendung würde für Fehler verantwortlich gemacht, deren eigentliche Ursache in der Qualität der verwendeten Daten liegt.
Die Ergebnisse unterstreichen damit die Bedeutung einer verlässlichen, transparenten und qualitativ hochwertigen Datenbasis für den erfolgreichen Einsatz von KI im Asset Management.
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