Templeton Emerging Markets
Dr. Mark Mobius,
Executive Chairman, Templeton Emerging Markets Group
Köln, den 10.10.2011 (Investmentfonds.de) - Im Quartal standen erneut Bedenken in
Bezug auf die Staatsschulden in Europa im Mittelpunkt, vor allem als die Investoren
im September über die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls in Griechenland debattierten.
Haushaltssorgen in den USA und die anschließende Herabstufung der US-Länderbonität
im August beunruhigten nervöse Anleger zusätzlich. Die enttäuschende „Operation
Twist“ der US-Notenbank trug wenig zur Beschwichtigung der Investoren bei, sondern
führte sogar weltweit zu mehr Volatilität und Kursverlusten.
Um das Marktvertrauen wiederherzustellen, wurde eine konzertierte Aktion der euro-
päischen Zentralbanken zur Erhöhung der US-Dollarbestände im europäischen Banken-
system angekündigt. Außerdem billigte der deutsche Bundestag im September die
Erweiterung der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) über 595 Mrd.
US-Dollar. Diese Schritte schafften zwar unmittelbar eine gewisse Erleichterung,
doch die Märkte tendierten bald wieder abwärts aus Sorge um einen Rückfall der
USA in die Rezession im weiteren Jahresverlauf und um eine fehlende umfassendere
Lösung für die Schuldenkrise in der Eurozone.
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