Sarasin: Euro mit Abwärtsrisiken - Euro und Dollar als wechselseitige Prügelknaben
URSINA KUBLI, Ökonomin bei der Bank Sarasin & Cie AG
In ihrer aktuellen Finanzmarktkolumne schreibt URSINA KUBLI, Ökonomin bei
der Bank Sarasin & Cie AG:
Die EZB-Geldpolitik und die Dollar-Refinanzierungsprobleme bei europäischen
Banken dürften den Euro gegenüber dem Dollar vorerst schwächen.
Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche,
die Leitzinsen bei 1,5 Prozent zu belassen, hat dem Euro kräftigen Aufwind
verliehen: Gegenüber dem Dollar ist er von rund 1,31 auf 1,36 angestiegen. Die
Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses der letzten zwei Jahre muss jedoch
weniger als Schönheits-, sondern vielmehr als Hässlichkeitswettbewerb bezeichnet
werden. Konzentrierten sich die Devisenmärkte einige Wochen auf die europäische
Schuldenkrise, schwenkten diese Ängste innerhalb kürzester Zeit auf die äußerst
lockere US-Geldpolitik beziehungsweise die Schuldendynamik in den USA um. Hat
sich der Wind nun wieder zu Lasten des Dollars gedreht?
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