Beschluss zum Sondervermögen erhöht die Zinskosten des Staates um rund 14,6 Prozent
Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, Vorstand der Kölner Investmentberatung INVEXTRA.COM AG
Investmentfonds.de - Der starke Anstieg der Zinsen für deutsche Staatsanleihen innerhalb eines Jahres zeigt, dass die Finanzmärkte die neue Schuldenpolitik Deutschlands kritisch bewerten. Mit dem Beschluss eines Sondervermögens von über 500 Milliarden Euro Anfang 2025 hat der Staat seinen Finanzierungsbedarf massiv ausgeweitet. Diese Entscheidung bleibt nicht folgenlos: Höhere Schulden führen zu höheren Zinsen – und genau das ist nun zu beobachten.
„Die Zinsen für deutsche Staatsanleihen sind innerhalb eines Jahres um fast 15 Prozent gestiegen. Ein wichtiger Grund dafür ist die wachsende Skepsis der internationalen Finanzmärkte gegenüber der deutschen Finanzpolitik nach dem Beschluss des Sondervermögens von über 500 Milliarden Euro Anfang 2025“, erklärt Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, CEO der Invextra AG.
Die Folge ist eine spürbar steigende Zinslast für den Bundeshaushalt. Neue Schulden müssen zu deutlich ungünstigeren Konditionen aufgenommen werden als noch vor dem Sondervermögen. Die zusätzlichen Zinskosten treffen letztlich die Steuerzahler, selbst in einem Umfeld, in dem die Europäische Zentralbank die Geldpolitik eigentlich lockert. Das zeigt, dass nationale Finanzpolitik stärker wirkt als geldpolitische Entlastung aus Frankfurt.
„Das neue Sondervermögen der Regierung Friedrich Merz führt dazu, dass der deutsche Staat sofort deutlich höhere Zinsen zahlen muss. Die Zinslast für den Steuerzahler liegt dabei um rund 14,6 Prozent höher als vor dem Beschluss des Sondervermögens Anfang 2025 – und das trotz sinkender Leitzinsen der Europäischen Zentralbank im gleichen Zeitraum.“, so Tittes weiter.
Statt den finanziellen Spielraum zu vergrößern, hat das Sondervermögen diesen faktisch verkleinert. Ein wachsender Teil der Steuereinnahmen wird nun dauerhaft für Zinszahlungen gebunden. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle – für Investitionen, für Entlastungen oder für laufende Ausgaben. Damit wird genau das Gegenteil dessen erreicht, was politisch versprochen wurde: mehr Handlungsspielraum im Haushalt. Das Sondervermögen erweist sich somit weniger als Lösung, sondern zunehmend als zusätzliche Belastung für die öffentlichen Finanzen.
Quelle: Tradeweb
****
Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter https://www.investmaxx.com, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Invextra AG). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Invextra AG).
|
INVESTMENTFONDS.DE |
|
INVESTMENTFONDS.DE | Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
News zum Thema