apoBank | Stablecoins: „Keine neue Anlageklasse, sondern ein Krypto-basiertes Zahlungssystem“
Dr. Jonas Krettek, Investmentstratege der apoBank
Investmentfonds.de - Stablecoins rücken angesichts wachsender Regulierung und ihrer zunehmenden Rolle im globalen Zahlungsverkehr stärker in den Fokus. Zugleich warnen Experten vor Risiken für Finanzsystem, Banken und möglicher Nutzung im kriminellen Milieu. Dazu teilt Dr. Jonas Krettek, Investmentstratege der apoBank, mit:
„Bei Stablecoins handelt es sich weniger um eine neue Anlageklasse als um ein Krypto-basiertes Zahlungssystem - mit zusätzlichen Risiken für Anleger und Finanzsystem. Stablecoins sind digitale Krypto-Werte, die den Wert eines stabilen Referenzwerts nachbilden sollen, meist klassische auf Vertrauen basierende Währungen wie US-Dollar oder Euro. Damit versuchen sie, die Werthaltigkeit staatlicher Währungen mit der schnellen, globalen Zahlungsabwicklung über Blockchains zu verbinden.
Das Geschäftsmodell der Emittenten basiert auf einem Geldschöpfungsgewinn: Sie geben unverzinste Stablecoins aus und investieren die daraus zufließenden Mittel in verzinste, kurzfristige, liquide und sichere Anlagen. In einem Umfeld hoher kurzfristiger Geldmarktsätze kann das sehr profitabel sein - in Phasen niedriger oder negativer Zinsen gerät dieses Modell jedoch schnell unter Druck. Entscheidend für die Stabilität ist die Art der Besicherung. Auf Vertrauen basierende Modelle, die durch Einlagen oder kurzfristige Staatsanleihen gedeckt sind, dominieren den Markt.
Krypto-besicherte oder algorithmische Konzepte sind strukturell anfälliger - sichtbar etwa im Zusammenbruch von TerraUSD. Gleichzeitig entstehen neue Risiken: Da diese digitalen Einheiten von privaten Unternehmen ausgegeben werden, besteht ein erhebliches Kontrahentenrisiko. Anleger müssen darauf vertrauen, dass die hinterlegte Besicherung tatsächlich vorhanden ist und im Bedarfsfall ausgezahlt werden kann. Mit wachsender Marktgröße können aber Risiken für das Finanzsystem entstehen.
Wenn Anleger in Stressphasen ihre Bestände massenhaft einlösen, könnten Emittenten gezwungen sein, große Bestände an Bankeinlagen oder Wertpapieren zu liquidieren - mit potenziellen Auswirkungen auf Liquidität und Marktstabilität. Sollten sie künftig verstärkt als Alternative zu Bankeinlagen wahrgenommen werden, könnte das zudem die Refinanzierungsbasis von Banken schwächen und die geldpolitische Transmission beeinflussen. Gleichzeitig teilen sie die operationellen Risiken anderer Krypto-Werte.
Da Transaktionen unwiderruflich sind, sind Anleger bei Betrug, Diebstahl oder Fehlüberweisungen häufig schutzlos. Auch aufgrund ihres anonymeren Charakters sind sie vor allem im kriminellen Milieu beliebt.“
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (apoBank). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (apoBank)
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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