Capital | KI-Boom: Tech-Aktien im Sturzflug
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com
- Geopolitische Risiken treiben Ölpreis hoch
- Märkte vor zwei turbulenten Wochen
Zwar bleibt das bemerkenswerte Gewinnwachstum ein positiver Faktor für den Markt, insbesondere vor dem inoffiziellen Auftakt der Berichtssaison der „Magnificent Seven“ in dieser Woche. Ob es jedoch tatsächlich die Erholung an der Wall Street ausgelöst hat, ist fraglich. Der Wochenauftakt wirkt vielmehr wie eine klassische „Dead-Cat-Bounce“-Erholung – eine kurzfristige Gegenbewegung nach Kursverlusten, wie sie in volatilen Märkten mit starken Schwankungen und erheblicher kurzfristiger Unsicherheit häufig vorkommt. Die Kursentwicklung über Nacht fiel zudem eher enttäuschend aus: Der S&P 500 und der NASDAQ schlossen deutlich unter ihren Tageshöchstständen.
Technologieaktien gerieten wegen neuer Bedenken hinsichtlich der Aussichten für künstliche Intelligenz massiv unter Druck. Sorgen um KI sind zwar nicht neu, doch die Ursachen dieses Kursrückgangs waren diesmal deutlich anders gelagert. Im Mittelpunkt stehen die Investitionsausgaben. Anders als bisher geht es nicht mehr primär um das Risiko, dass die großen KI-Konzerne zu viel Geld ausgeben. Die Befürchtung hat sich ins Gegenteil verkehrt: Die Unternehmen könnten zu wenig investieren. Genauer gesagt könnten die künftigen Investitionsausgaben niedriger ausfallen als bislang angenommen und das Wachstum der Investitionen an Dynamik verlieren.
Die Volatilität wurde durch die ersten Geschäftszahlen der „Magnificent Seven“ am Vortag verstärkt. Meta Platforms ließ seine Prognose für die Investitionsausgaben unverändert und machte kaum Angaben zu den künftigen Plänen. Tesla senkte seine Prognose für die Investitionsausgaben des Gesamtjahres hingegen um 20 Prozent. Diese Nachrichten schürten eine seit Langem bestehende Sorge unter Marktteilnehmern: Der Investitionsboom rund um KI könnte seinen Höhepunkt bereits überschritten haben. Der daraus resultierende Pessimismus führte zu breiten Kursverlusten entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette.
Die geopolitischen Risiken bleiben sehr hoch und belasten weiterhin risikoreiche Anlagen. Die Rohölpreise bewegen sich nach wie vor in der Nähe ihrer jüngsten Höchststände. Die zahlreichen ungelösten Konflikte im Nahen Osten gefährden die weltweite Energieversorgung – zu einem Zeitpunkt, an dem die globalen Lieferketten für Energie bereits zunehmend unter Druck geraten.
Berichte über neue Huthi-Angriffe auf saudische Energieinfrastruktur am Vortag verdeutlichen, dass sich der Konflikt weiter verschärft und zunehmend außer Kontrolle zu geraten droht. Unterdessen greift der Iran weiterhin Tanker in der Straße von Hormus mit Geschossen an und wirft den USA zugleich vor, einen Marinestützpunkt in der Region angegriffen zu haben.
Die geopolitische Unsicherheit erhöht die Risiken für Wirtschaftswachstum und Inflation. Gleichzeitig setzen die Ölpreise ihren Aufwärtstrend fort, der sich ohne einen Durchbruch in mindestens einem der Konflikte voraussichtlich fortsetzen dürfte.
Die asiatischen Aktienmärkte steuern auf einen schwachen Wochenschluss zu. Die Region reagiert besonders empfindlich auf die Risiken, die derzeit die globalen Finanzmärkte bewegen. Vor allem asiatische Technologieaktien und insbesondere Chiphersteller sind anfällig für weitere Kursverluste, da sie besonders stark von einer möglichen Verlangsamung der Investitionsausgaben großer Cloud- und KI-Unternehmen betroffen wären. Darüber hinaus dürften höhere Energiepreise die Aktienmärkte der Region zusätzlich belasten.
Gleichzeitig müssen sich die Märkte auf zwei besonders ereignisreiche Wochen einstellen. Neben der nächsten Runde der US-Technologie-Geschäftsberichte stehen in der kommenden Woche die geldpolitische Entscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) sowie die letzte Phase vor den US-Zwischenwahlen an.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Capital.com) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Capital.com)
***
Hinweis:
Diese Nachricht stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Anlageberatung durch unsere Experten.
Wie funktioniert die "Investmaxx Anlageberatung"?
Das grösste Risiko bei der Geldanlage von Privatanlegern ist es, in drastisch überteuerte Investmentanlagen zu investieren, für die man später weniger Geld herausbekommt, als man selbst investiert hat. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatanleger gilt daher ein Erfolgsprinzip: Im Einkauf liegt der Erfolg, doch genau hier scheitern viele Anleger und steigen bei euphorischen Märkten zu teuer ein und verkaufen ihre Anlagen in Paniksituationen zu billig.
Die eigene "Psychologie von Gier und Angst" macht damit über 95% der Anleger oft einen Strich durch die Rendite der eigenen Geldanlage.
Das zweitgrösste Risiko für die eigene Geldanlage ist damit der Privatanleger selbst. Die INVEXTRA.COM AG setzt deswegen bei der Anlageberatung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, um aus überteuerten Sektoren auszusteigen und in günstiger bewertete Sektoren umzuschichten. Das Konzept wurde an der University of Michigan Business School (USA) von unserem Gründer, Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, entwickelt und erfolgreich 1996 in die Praxis umgesetzt. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
>>> Unsere Experten entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die in wachstumsstarke Sektoren investieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig aufzubauen, durch Risikomanagement die Stabilität und den Erhalt von Vermögen zu gewährleisten und vor Inflation zu schützen. >>> Mehr Infos dazu.
***
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.