24.07.2006
Postbank-Studie: Berufstätige Frauen investieren ein Drittel weniger in ihre private Altersvorsorge als Männer
Köln, den 24.07.2006 (Investmentfonds.de) -
Berufstätige Frauen in Deutschland investieren rund 80 Euro weniger als berufstätige
Männer, nämlich durchschnittlich 160 Euro pro Monat, in ihre private Altersvorsorge.
Fast ein Drittel von ihnen erklärt, weniger als 100 Euro monatlich für die private
Altersvorsorge auszugeben. Grund hierfür scheint zu sein, dass fast jede zweite Frau
nicht einzuschätzen vermag, wie viel Geld sie zur Sicherung des bisherigen
Lebensstandards im Alter aufwenden sollte. Dies hat eine bundesweit repräsentative
Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach
ergeben. Männer investieren demnach deutlich mehr in ihre private Altersvorsorge,
nämlich durchschnittlich 238,06 Euro. Der überwiegende Teil rechnet damit, im Alter
2.137,06 Euro monatlich zu benötigen.
Im Vergleich zur Vorjahresumfrage planen weniger berufstätige Frauen, ihre private
Vorsorge in der nächsten Zeit verstärken zu wollen. Demgegenüber rechnet die Mehrheit
unter ihnen – wie auch bei den berufstätigen Männern - mit deutlich weniger Einkünften
im Ruhestand als zu Arbeitszeiten: Ein Netto-Minus von 30,71 Prozent erwarten die
berufstätigen Frauen bei ihren späteren Pensions- bzw. Rentenbezügen. Bei den Männern
sind es im Durchschnitt 32,15 Prozent. Dabei gehen 74,1 Prozent der Frauen davon aus,
später von der staatlichen Rente zu leben, 44,8 Prozent rechnen damit, ein Eigenheim zu
haben (Mehrfachnennungen möglich).
Als „ideale Formen der Altersvorsorge“ betrachtet die Mehrheit der Frauen (64,7 Prozent)
und Männer (64 Prozent) eine eigene Immobilie sowie die staatliche Rente (Frauen: 60,5 %,
Männer: 59,4 %). Danach folgt bei den Frauen mit 42,8 Prozent eine private
Rentenversicherung, insbesondere die privat abgeschlossene Riester-Rente (27,7 Prozent),
auf welche die Männer jedoch mit 22,5 Prozent Nennung deutlich weniger setzen. Ähnlich
stark ist die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern bei der Einschätzung einer Erbschaft
als ideale Altersvorsorge: Während 22,2 Prozent der Frauen dies nennen, sind es bei den
Männern nur 17,5 Prozent. Auffällige Unterschiede gibt es auch in Bezug auf Wertpapiere
wie Aktien. Sie spielen für berufstätige Frauen mit 10,8 Prozent eine geringere Rolle als
bei den Männern mit 14,1 Prozent.
Gefragt, in was man denn konkret zur Stärkung der privaten Altersvorsorge künftig
investieren möchte, nennen nur 9,7 Prozent der Frauen den Kauf eines Eigenheims. Bei
Männern liegt dieser Wert mit 13,3 Prozent höher. Auch verwenden Frauen und Männer das
Geld aus der privaten Altersvorsorge für unterschiedliche Zwecke: 23,6 Prozent der
Männer möchten Geld in ein Auto investieren, von den Frauen sagen dies nur 16,4 Prozent.
10,2 Prozent der Männer haben vor, mit dem Geld im Ausland zu leben, von den Frauen
geben dies nur 3,6 Prozent an.
Befragt wurden 2.052 Personen ab 16 Jahre in Deutschland im Rahmen der 3. Postbank
Studie „Wissen um die Altersvorsorge“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie
Allensbach
Quelle: Investmentfonds.de