IVA | Studie: Deutsche Vermögensverwalter schichten um: Aktienboom pausiert, Anleihen gewinnen an Bedeutung
Institut für Vermögensaufbau (IVA) AG
Investmentfonds.de - München, 20. Juli 2026 – Deutsche Vermögensverwalter haben ihre Portfolios 2025 spürbar umgebaut. Nach mehreren Jahren steigender Aktienquoten legte der Aktienboom erstmals eine Pause ein, zugleich gewannen Anleihen wieder an Bedeutung. Auch innerhalb der Aktienportfolios verschoben sich die Gewichte: Statt den KI-Trend pauschal weiter hochzufahren, setzten Vermögensverwalter selektiver auf Technologie und wieder stärker auf deutsche und europäische Standardwerte.
Der neue Trendmonitor Vermögensverwaltung 2026 vom Institut für Vermögensaufbau (IVA) und dem WealthTech-Unternehmen QPLIX zeigt eine Portfolioverschiebung, die über das Anlagejahr 2025 hinausweist: Professionelle Anleger steuern Risiken aktiver, nutzen das normalisierte Zinsumfeld gezielt und hinterfragen regionale Klumpenrisiken. Der Trendmonitor zeigt außerdem, weshalb Managerselektion entscheidend bleibt: Bei vergleichbarem Risikoniveau erzielen Vermögensverwalter teils deutlich unterschiedliche Ergebnisse. Die Analyse basiert auf 55.801 realen Kundenportfolios von 121 unabhängigen Vermögensverwaltern und zählt zu den größten datengestützten Auswertungen professioneller Portfoliostrukturen im deutschsprachigen Raum.
Profi-Depots 2025: Aktienboom pausiert, Anleihen feiern Renaissance
Im Vergleich zum Vorjahr markiert die Entwicklung bei den großen Anlageklassen eine klare Trendwende. 2024 hatte der Aktienanteil mit 62,8 Prozent noch einen neuen Höchststand erreicht, während der Rentenanteil bei 21,2 Prozent lag. 2025 sank die Aktienquote auf 59,7 Prozent, während Anleihen auf 23,2 Prozent zulegten. Zusammen mit einer Liquiditätsquote von 11,6 Prozent machen Renten und Cash wieder mehr als ein Drittel des Durchschnittsportfolios aus.USA verlieren an Gewicht und Deutschland feiert sein Comeback
Auch innerhalb der Aktienallokation kam es 2025 zu deutlichen Verschiebungen. Der Anteil US-amerikanischer Titel in den Einzelaktiendepots sank temporär von 41,2 auf 35,5 Prozent. Gleichzeitig legten deutsche Einzelaktien um 3,3 Prozentpunkte zu. In den Ranglisten der beliebtesten Einzeltitel rückten mehrere DAX-Konzerne nach vorn, insgesamt stammen 14 der 20 beliebtesten Einzelunternehmen aus Europa.Damit dreht sich ein Trend des Vorjahres zumindest zeitweise um, denn 2024 hatten US-Aktien und US-Dollar-Anlagen noch deutlich dominiert. 2025 zeigt sich nun, dass deutsche Vermögensverwalter US-Risiken nicht grundsätzlich meiden, aber regionale Klumpenrisiken in einem politisch unsichereren Umfeld aktiver begrenzen. „Gerade nach Jahren wachsender US-Dominanz wird regionale Diversifikation wieder stärker verhandelt. Ob das ein dauerhafter Strukturbruch ist, lässt sich aus den Daten nicht ableiten. Klar ist aber: Der Heimatmarkt lieferte 2025 wieder deutlich bessere Argumente für die Portfoliokonstruktion“, so QPLIX-CEO Kai Linde.
Technologie bleibt führend, doch der KI-Hype wird selektiver
Der Technologiesektor baut seine Spitzenposition weiter aus und erreicht 2025 einen Anteil von 20,4 Prozent im durchschnittlichen Aktienportfolio. 2024 lag der Wert bei 19,9 Prozent. Gleichzeitig zeigt die Detailanalyse, dass der KI-Boom selektiver geworden ist. Nachdem KI- und Big-Data-Investments Mitte 2024 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hatten, fiel ihre Allokation im ersten Quartal 2025 zunächst auf 16 Prozent zurück. Bis Herbst erholte sich der Anteil wieder auf 17,6 Prozent.„Künstliche Intelligenz bleibt ein strukturelles Investmentthema, aber die Phase pauschaler Euphorie ist vorbei“, sagt Andreas Ritter, Vorstand des IVA. „Vermögensverwalter verlangen stärker belastbare Geschäftsmodelle, Umsätze und Margen. Für 2026 bleibt deshalb besonders relevant, welche Unternehmen aus hohen Investitionen belastbare Erträge machen, Titelselektion wird wichtiger als die reine Sektorzugehörigkeit.“
Renten: Vermögensverwalter setzen auf kurze Laufzeit
Im Rentensegment bleiben deutsche Vermögensverwalter defensiv positioniert. 46 Prozent der Anleihen weisen eine Restlaufzeit von weniger als drei Jahren auf, weitere 42,1 Prozent liegen im Bereich von drei bis zehn Jahren. Damit konzentrieren sich knapp 88 Prozent der Rentenbestände auf Laufzeiten von unter zehn Jahren.Auffällig ist zugleich die Verschiebung im Bonitätsprofil. Zwar bleiben 76,3 Prozent der Rentenanlagen im Investment Grade verankert. Innerhalb dieses Segments gewinnen jedoch A-Anleihen und BBB-Anleihen deutlich an Bedeutung. Zusammen erreichen beide Ratingklassen 43,8 Prozent. Der Anteil von AAA-Anleihen ist mittlerweile auf 15,7 Prozent gefallen. High-Yield-Anleihen bleiben mit rund zehn Prozent eine begrenzte Beimischung.
Neue Performance-Analyse: Direktanlagen helfen, Aktivismus schadet
Ein Schwerpunkt des Trendmonitors 2026 ist ein erstmals implementiertes multivariates Regressionsmodell, das die tatsächlichen Performancetreiber in den analysierten Portfolios untersucht. Das Ergebnis: Portfolios mit höherer Direktinvestitionsquote, also mit einem stärkeren Anteil an Einzelaktien, Direktanleihen und kosteneffizienten ETFs, erzielen im Schnitt eine Mehrrendite von 1,74 Prozentpunkten pro Jahr gegenüber einer vollständigen Umsetzung mit aktiven Fonds.Dagegen identifiziert das Modell zwei Belastungsfaktoren: Depots mit besonders hoher Umschlagshäufigkeit verlieren im Schnitt 1,03 Prozentpunkte Performance. Der Einsatz komplexer Retailprodukte wie Zertifikate oder klassischer Dachfonds senkt die Performanceerwartung laut Modell um 2,01 Prozentpunkte.
„Aktive Steuerung heißt nicht, ständig umzuschichten“, so IVA-Vorstand Andreas Ritter. Und weiter: „Erfolgreich sind vor allem Portfolios, die transparent, kosteneffizient und diszipliniert umgesetzt werden. Hektischer Aktivismus und unnötig komplexe Produkte kosten dagegen messbar Rendite.“ Die Performancebetrachtung zeigt zudem, dass bei vergleichbarem Risikoniveau erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Vermögensverwaltern bestehen, Managerselektion bleibt damit ein zentraler Erfolgsfaktor.
Empirische Basis und Methodik
Für den Trendmonitor Vermögensverwaltung 2026 wurden 55.801 reale Kundenportfolios von 121 unabhängigen Vermögensverwaltern ausgewertet. Die dargestellten Gewichte beruhen auf durchschnittlichen Depotgewichten, jedes Depot wird unabhängig von seinem Volumen gleich gewichtet. Dadurch bildet die Studie nicht primär das Anlageverhalten weniger sehr großer Vermögen ab, sondern die Struktur typischer Vermögensverwaltungsmandate.
Der Median des Depotvolumens lag 2025 bei rund 178.000 Euro, der rechnerische Durchschnitt bei 546.000 Euro. Rund 10,9 Prozent der untersuchten Portfolios wiesen ein Volumen von mehr als einer Million Euro auf.
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Institut für Vermögensaufbau (IVA) AG). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Institut für Vermögensaufbau (IVA) AG)
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Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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