Zürcher Kantonalbank | Schwellenländer, Ölpreis, Staatsanleihen
Nicola Grass, Senior Portfolio Manager Multi-Asset bei der Zürcher Kantonalbank, der Asset Managerin von Swisscanto Fonds
- Das bedeutet die Iran-Eskalation für Anleger
- Schwellenländer im Minus
- Ölpreis über 100 US-Dollar
- Staatsanleiherenditen steigen
Es gibt jedoch erste Anzeichen einer leichten Entspannung: Die Anzahl iranischer Raketenangriffe nimmt ab, der Flugverkehr hat sich normalisiert, und die G7-Staaten planen, weitere strategische Erdölreserven freizugeben. Zudem hat Donald Trump erklärt, dass die wesentlichen Ziele im Iran erreicht worden seien, was auf eine mögliche Deeskalation hindeuten könnte.
Märkte bleiben turbulent
Die Unsicherheiten rund um den Konflikt haben zu deutlichen Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten geführt. Der Ölpreis hat die kritische Marke von 100 US-Dollar überschritten und liegt aktuell bei 110 US-Dollar pro Barrel – ein Anstieg von 65 Prozent in nur 10 Tagen.- Energiepreise: Öl (Brent) ist um 50,3 Prozent gestiegen, während der europäische Gaspreis (TTF) um 67 Prozent zulegte. Dies verstärkt die Inflationsängste, insbesondere in Europa und Asien.
- Aktienmärkte: Die globalen Aktienmärkte verzeichnen deutliche Verluste. Der MSCI Emerging Markets Future fiel um 10,4 Prozent, der Europa Future um 9,6 Prozent und der Schweiz Future um 6,9 Prozent. Die asiatischen Märkte sind besonders betroffen, mit einem Rückgang von 5 Prozent in Japan und 15,9 Prozent in Korea.
- Währungen: Der US-Dollar zeigt weiterhin Stärke und legte gegenüber dem Schweizer Franken um 1,5 Prozent und gegenüber dem Euro um 2,3 Prozent zu.
- Zinsen: Die Renditen von Staatsanleihen sind gestiegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen legte um 25,3 Basispunkte zu, während die 10-jährige deutsche Bundesanleihe um 21,7 Basispunkte stieg.
Ölpreis belastet US-Konjunktur
Die US-Streitkräfte haben weiterhin Schwierigkeiten, die Straße von Hormus unter Kontrolle zu bringen. Ohne den Einsatz von Bodentruppen im iranischen Küstengebiet könnte die angespannte Lage länger anhalten als bisher erwartet. Ein Regimewechsel in Teheran bleibt aus, und ein Abbruch der Feindseligkeiten könnte für die USA politisch als Niederlage gewertet werden – insbesondere angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen, bei denen die gestiegenen Benzinpreise eine Rolle spielen dürften.Trotz dieser Herausforderungen bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nur temporär sind. Die beteiligten Parteien sowie energieabhängige Regionen wie Europa und Asien haben starke Anreize, die Lage zu deeskalieren. Wir gehen weiterhin davon aus, dass sich die Situation innerhalb der nächsten 3–5 Wochen beruhigen wird.
Die aktuellen Turbulenzen sollten im Kontext der bisher robusten Weltkonjunktur betrachtet werden. Zwar haben schwache US-Arbeitsmarktzahlen die Marktvolatilität zusätzlich erhöht, doch deuten Vorlaufindikatoren auf eine Beschleunigung der globalen Wirtschaft hin. Ein länger anhaltendes höheres Ölpreisniveau könnte jedoch das US-BIP um 0,8 Prozent senken und die US-Inflation um 1,6 Prozent erhöhen. Dies dürfte weitere Zinssenkungen vorerst verhindern, eine Stagflation sehen wir jedoch nicht.
Bei Stabilisierung Öpreis reduzieren und Aktien zukaufen
Auch wenn die Unsicherheit an den Märkten derzeit hoch ist, bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Auswirkungen auf die Finanzmärkte von kurzer Dauer sein werden. Wir prüfen derzeit, Positionen in Rohstoffen zu reduzieren und Aktienengagements wieder auszubauen, sobald sich die Lage stabilisiert.****
Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Zürcher Kantonalbank). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Zürcher Kantonalbank)
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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