Capital | Wall Street erholt sich dank starker Wirtschaftsdaten und Technologieboom
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com
- US-Dollar legt zu, da FOMC-Protokoll Zinserhöhungsrisiken andeutet
- Ölpreise steigen angesichts wachsender Sorgen um einen Konflikt zwischen den USA und dem Iran
Investmentfonds.de - Eine Erholung der Technologieaktien stützte den Aufschwung an der Wall Street. Die positive Marktentwicklung wurde durch solide Wirtschaftsdaten im Vorfeld der wichtigen BIP- und Inflationszahlen am Freitag beflügelt. Die Befürchtungen hinsichtlich übermäßiger Investitionen in KI und disruptiver Technologie bleiben bestehen. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung und der starken Investitionsanreize für Hyperscaler dürfte dieser Trend noch einige Zeit anhalten. Dennoch war die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten hoch, und diese Entwicklung dürfte sich auch in der durch das chinesische Neujahrsfest geschwächten asiatischen Handelssitzung fortsetzen.
Die wohl bemerkenswerteste Marktbewegung war der sprunghafte Anstieg des US-Dollars über Nacht. Solide Daten zu langlebigen Gütern und dem Wohnungsmarkt stützten den Greenback. Der entscheidende Faktor waren jedoch die Protokolle der FOMC-Sitzung. Sie enthüllten eine Diskussion über künftige Zinserhöhungen, die in der Januar-Erklärung und der Pressekonferenz so gut wie gar nicht vorkam. Angesichts der Tatsache, dass der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator sich wieder nahezu über dem Zielwert stabilisiert hat, ist dies zwar keine Überraschung, doch die Protokolle zeigten, dass einige FOMC-Mitglieder die Argumente für künftige Zinserhöhungen hervorhoben, sollte sich die Inflation als anhaltend erweisen. Dies dämpfte die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen in diesem Jahr. Zudem nährte es Zweifel an der Fähigkeit des designierten Vorsitzenden Kevin Warsh, in einem sich abzeichnenden gespaltenen FOMC einen geldpolitischen Konsens zu erzielen.
Die Rohstoffmärkte weisen, wie schon im bisherigen Jahresverlauf, weiterhin die größte Volatilität auf. Gold und Silber bewegen sich weiterhin aufgrund ihrer eigenen technischen Indikatoren, da die Marktverwerfungen anhalten. Rohöl – und in gewissem Maße auch Gold – erfahren jedoch aufgrund der realen Risiken eines US-Angriffs auf den Iran und der damit einhergehenden Eskalation zu einem größeren Konflikt eine Nachfrage. Die Rohölpreise stiegen nach Bekanntwerden dieser Nachricht sprunghaft an und glichen damit die angebotsseitigen Preistreiber aus. Sollte es zu einem größeren Krieg kommen, hätte dies weitreichende Folgen für die Märkte und würde erhebliche Volatilität bei den verschiedenen Anlageklassen auslösen.
Die australischen Märkte werden heute gespannt auf die neuesten Arbeitsmarktzahlen warten. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote aufgrund eines moderaten Beschäftigungszuwachses von 20.000 Stellen leicht auf 4,2 % steigen dürfte. Angesichts der aktuellen Inflation wäre ein außergewöhnlicher Rückgang nötig, um die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der RBA zu erschüttern. Sollten die Zahlen jedoch erneut positiv ausfallen, wie im letzten Monat mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenquote, könnte dies Spekulationen darüber anheizen, dass die RBA-Sitzung im März von Bedeutung sein könnte. Derzeit wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei dieser Sitzung auf lediglich 10 % geschätzt.
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Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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