AMOI | Das Wachstum der Unternehmensgewinne in Japan unterstützt ein Ziel für den Topix von 4.500 bis 4.700
Oleg Kapinos, Leiter der globalen Vertriebsstrategie bei Asset Management One International (AMOI)
- Japanische Unternehmen weisen weiterhin eine klare Unterbewertung auf: Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei lediglich 1,6 gegenüber 5 beim S&P 500.
Investmentfonds.de - Das starke Gewinnwachstum börsennotierter japanischer Unternehmen rechtfertigt nach Einschätzung von Asset Management One International (AMOI) ein Kursziel von 4.500 bis 4.700 Punkten für den TOPIX, verglichen mit dem aktuellen Stand von 4.104 Punkten. AMOI gehört zu einem der größten Vermögensverwalter Japans, der ein Anlagevermögen von 540 Milliarden US-Dollar verwaltet.
AMOI erklärt, dass die starken Unternehmensergebnisse, die im Frühsommer veröffentlicht wurden, Analysten dazu veranlasst haben, ihre Gewinnprognosen anzuheben. Dadurch sei das neue Kursziel für den Index sehr realistisch geworden – selbst ohne eine wesentliche Neubewertung des japanischen Aktienmarktes.
Auf jede Herabstufung der Analysten kommt bei japanischen Unternehmen inzwischen die zehnfache Anzahl an Hochstufungen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag das Verhältnis noch bei weniger als fünf Hochstufungen je Herabstufung.
Die jüngste Berichtssaison japanischer Unternehmen brachte ein solides Gewinnwachstum in zahlreichen Branchen. Dazu zählten die Automobilindustrie, der Finanzsektor, Handelsunternehmen und die Chemieindustrie sowie die besonders aufmerksam beobachteten Halbleiterbranchen.
Die Konsensprognosen für japanische Unternehmen gehen von einem Gewinnwachstum von 17,5 % für das Geschäftsjahr 2026 und von 11,4 % für das Geschäftsjahr 2027 aus.
Oleg Kapinos, Leiter der globalen Vertriebsstrategie bei Asset Management One International, erklärt:
„Unsere Analysten beobachten, dass japanische Unternehmen höhere Kosten für Vorleistungen an ihre Kunden weitergeben. Diese gestiegene Preissetzungsmacht stellt einen bedeutenden Bruch mit dem früheren deflationären Verhalten dar und trägt dazu bei, die Gewinnmargen trotz des höheren Kostenniveaus zu schützen.“
AMOI erklärt, dass das Unternehmen trotz der geopolitischen Unsicherheiten an einer positiven Einschätzung festhält. Diese stützt sich auf mehrere strukturelle Faktoren: Japans anhaltende Überwindung der Deflation, kontinuierliche Fortschritte bei der Reform der Unternehmensführung sowie eine zunehmend investitionsorientierte Ausrichtung der Unternehmen.
Oleg Kapinos ergänzt:
„Wir sind überzeugt, dass ein nachhaltiges Gewinnwachstum weiterhin der wichtigste Treiber der Aktienmarktentwicklung sein wird. Aus unserer Sicht ergeben sich zunehmend attraktive Anlagechancen aus dem breit angelegten Gewinnwachstum, verbesserten Unternehmensfundamentaldaten und fortgesetzten Strukturreformen.“
Trotz der Prognosen eines starken Gewinnwachstums werden japanische Aktien weiterhin mit erheblichen Abschlägen gegenüber anderen großen Aktienmärkten gehandelt. Deshalb steht Japan bei vielen Value-Investoren im Fokus.
Ein Beispiel hierfür ist das niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), das die Börsenbewertung eines Unternehmens mit seinem bilanziellen Eigenkapital ins Verhältnis setzt. Ein niedriges KBV kann auf eine Unterbewertung hindeuten.
Während das KBV US-amerikanischer Aktien im S&P 500 bei über 5 liegt, beträgt es bei Aktien, die im Prime Market der Tokioter Börse notiert sind, lediglich 1,5 (Stand: 30. September).
Der konsequente Fokus auf unterbewertete Aktien, insbesondere auf Titel mit niedrigen Bewertungskennzahlen, hat es dem Japan Value Equity Fund von AMO ermöglicht, den Vergleichsindex TOPIX in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich zu übertreffen. Während der TOPIX in diesem Zeitraum eine annualisierte Rendite von 24,12 % erzielte, erreichte der Fonds eine Rendite von 27,18 % (Stand: 31. August 2026).
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