Janus Henderson Investors | KI-Volatilität: Plädoyer für eine langfristige Perspektive
Denny Fish, Portfoliomanager im Global Technology & Innovation Team von Janus Henderson Investors
Investmentfonds.de - Frankfurt am Main, 06.11.2026 - Am 5. November verzeichnete der tech-lastige NASDAQ Composite Index seinen schlimmsten Tag seit April 2025, während Investoren weiterhin die Tragweite der US-Zwischenwahlen analysieren. Der Auslöser für den Ausverkauf liegt unserer Ansicht nach nicht in der Rückkehr einer geteilten Regierung, sondern in den Bundesstaaten, in denen die Gouverneursposten – und in einigen Fällen auch die Legislativkammern – von republikanischer auf demokratische Kontrolle wechselten.
Während erschwingliche Preise und der Krieg mit dem Iran auf Bundesebene zentrale Themen waren, äußerten sich viele der siegreichen demokratischen Kandidaten in den einzelnen Bundesstaaten kritisch zu den ökologischen und gesellschaftlichen Kosten des laufenden Ausbaus von KI-Rechenzentren.
*** Redaktioneller Hinweis:
In die Zukunft investieren mit AI & Robotic Fonds & ETFs
>>> Zur Fonds-/ETF-Auswahl zum Thema "AI & Robotic"
Die hier bereitgestellte Fondsauswahl ist ein redaktioneller Hinweis und keine Anlageempfehlung oder Anlageberatung. Anlagen in Fonds und ETFs bieten Chancen und Risiken.
>>> Bei Interesse an einer Anlageempfehlung zu Fonds & ETFs fordern Sie bitte hier eine individuelle Anlageberatung an.
>>>Wahlkampf gegen Rechenzentren
Laut dem „Wall Street Journal“ werden in Texas, Georgia, Michigan und Ohio bald Gouverneure im Amt sein, die sich im Wahlkampf gegen Rechenzentren ausgesprochen haben. Dies spielt eine wichtige Rolle, da ein Großteil der regulatorischen, genehmigungsrechtlichen und raumplanerischen Rahmenbedingungen für diese riesigen Infrastrukturprojekte auf bundesstaatlicher und kommunaler Ebene festgelegt wird.Bereits vor der Präsidentschaftswahl 2024 haben wir genau beobachtet, inwieweit regulatorische Risiken den Ausbau der KI-Infrastruktur beeinträchtigen könnten. Diese Gefahr hat in den letzten zwei Jahren zugenommen, da sich in vielen Gemeinden eine NIMBY-Haltung etabliert hat. Unser Research-Team hat die Entwicklungen auf lokaler Ebene und für jedes einzelne Unternehmen kontinuierlich verfolgt und eine angemessene Risikoprämie festgelegt, um der Gefahr eines strengeren regulatorischen Rahmens Rechnung zu tragen.
Das Ergebnis vom 3. November führt unserer Ansicht nach zu einer noch größeren politischen Unsicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette der KI-Infrastruktur. Wichtig ist jedoch, dass wir davon ausgehen, dass der KI-Ausbau weitergehen wird – allerdings sind nun die Standortwahl und das Tempo der Umsetzung ungewiss.
Eine existenzielle Frage?
Wie wir erwartet hatten, haben die Zwischenwahlen in Washington wieder zu einer geteilten Regierung geführt. Die Trump-Regierung behält die Kontrolle über die Exekutive und betrachtet sowohl aus geopolitischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht die Aufrechterhaltung der Vorherrschaft im KI-Bereich als eine der höchsten nationalen Prioritäten. Ebenso betrachten die Hyperscaler, die diesen Ausbau finanzieren, die kontinuierliche Weiterentwicklung und Integration von KI als grundlegend für ihre Geschäftstätigkeit.Wir gehen davon aus, dass die für 2027 geplante Inbetriebnahme von KI-Kapazitäten im Gigawattbereich weitgehend planmäßig verlaufen wird. Längerfristig könnten Projekte, die auf neue regulatorische Hürden stoßen, sich nach standortfreundlicheren Rechtsräumen umsehen. Man könnte jedoch realistisch davon ausgehen, dass selbst in Bundesstaaten, in denen eine gewisse Ablehnung gegenüber Rechenzentren herrscht, Zugeständnisse und Kompromisse eingegangen werden, die den Bedenken hinsichtlich Umwelt, Wasserverbrauch und Stromversorgung Rechnung tragen, ohne dass der Standort dabei auf potenzielle Steuereinnahmen verzichten muss. Tatsächlich haben Rechenzentrumsunternehmen seit dem Aufkommen des NIMBY-Phänomens erhebliche Ressourcen für die Einbindung der Bevölkerung auf bundesstaatlicher und lokaler Ebene in Bezug auf diese Bedenken aufgewendet.
Neugestaltung der Landschaft
Im Technologiesektor begünstigt ein höheres Maß an Regulierung tendenziell die etablierten Unternehmen. Große Unternehmen verfügen in der Regel über die finanziellen Mittel und das Personal, um einer strengeren Aufsicht standzuhalten und die entsprechenden Vorschriften einzuhalten. Wir gehen davon aus, dass dies der Fall wäre, sollten beim Ausbau von Rechenzentren solche Hindernisse auftreten. Hyperscaler dürften mit ihren bereits jetzt enormen Cashflows aus Softwareverkäufen, Cloud-Diensten und digitaler Werbung gegenüber KI-orientierten Neocloud-Anbietern im Vorteil sein.Der auf breiter Ebene stattgefundene Ausverkauf im KI-Ökosystem in dieser Woche – von dem Halbleiteraktien besonders stark betroffen waren – sowie die Aussicht auf strengere Regulierung bieten Anlegern die Gelegenheit, nach Geschäftsmodellen mit mehreren Geschäftsbereichen Ausschau zu halten. Unserer Ansicht nach dürften diese Unternehmen im Vergleich zu Ein-Produkt-Unternehmen und solchen, deren Gewinne in dieser Phase akuter Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage ausschließlich durch Preismacht gesteigert wurden, besser aufgestellt sein.
Ebenfalls potenziell benachteiligt sind kleinere und neuere Unternehmen sowie solche, die auf einer „Token-pro-Watt“-Basis weniger effizient sind. Sollte sich die ablehnende Haltung gegenüber Rechenzentren in restriktiveren politischen Maßnahmen äußern, auf andere Bundesstaaten übergreifen oder auf Bundesebene Fuß fassen (möglicherweise nach dem Wahlzyklus 2028), wäre mit einer Verlagerung der Rechenkapazitäten in andere Regionen zu rechnen. Dazu gehören Länder, die bislang kaum oder gar nicht vom Ausbau der KI profitiert haben, diesen aber aus wirtschaftlichen und geopolitischen Gründen wahrscheinlich begrüßen würden.
Ziel klar, Weg kurvenreich
Abschließend möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass sich der Ausbau der KI über mehrere Wahlzyklen erstrecken wird. Der Weg dorthin wird – nicht nur aus politischer, sondern auch aus technologischer und finanzieller Sicht – zwangsläufig holprig verlaufen. Da jedoch das transformative Potenzial der KI von Tag zu Tag deutlicher wird, insbesondere im Hinblick auf Produktivitätssteigerungen und den Wissensfortschritt, glauben wir, dass es kein Zurück mehr gibt von dem, was wir als den transformativsten technologischen Fortschritt seit Generationen betrachten.Eine Änderung des regulatorischen Rahmens wird sich auf Gewinner und Verlierer auswirken. In weitaus größerem Maße wird dies jedoch auch von der Bereitschaft der Unternehmen abhängen, Innovationen voranzutreiben und ihre Geschäftsmodelle anzupassen, um KI zu integrieren. All diese Variablen spielen eine Rolle. Diese Wahl ist unserer Ansicht nach ein Beweis dafür, dass sich die Lage und die letztendlichen Gewinner schnell ändern können.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Janus Henderson Investors) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Janus Henderson Investors)
***
Hinweis:
Diese Nachricht stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Anlageberatung durch unsere Experten.
Wie funktioniert die "Investmaxx Anlageberatung"?
Das grösste Risiko bei der Geldanlage von Privatanlegern ist es, in drastisch überteuerte Investmentanlagen zu investieren, für die man später weniger Geld herausbekommt, als man selbst investiert hat. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privatanleger gilt daher ein Erfolgsprinzip: Im Einkauf liegt der Erfolg, doch genau hier scheitern viele Anleger und steigen bei euphorischen Märkten zu teuer ein und verkaufen ihre Anlagen in Paniksituationen zu billig.
Die eigene "Psychologie von Gier und Angst" macht damit über 95% der Anleger oft einen Strich durch die Rendite der eigenen Geldanlage.
Das zweitgrösste Risiko für die eigene Geldanlage ist damit der Privatanleger selbst. Die INVEXTRA.COM AG setzt deswegen bei der Anlageberatung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, um aus überteuerten Sektoren auszusteigen und in günstiger bewertete Sektoren umzuschichten. Das Konzept wurde an der University of Michigan Business School (USA) von unserem Gründer, Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, entwickelt und erfolgreich 1996 in die Praxis umgesetzt. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
>>> Unsere Experten entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die in wachstumsstarke Sektoren investieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig aufzubauen, durch Risikomanagement die Stabilität und den Erhalt von Vermögen zu gewährleisten und vor Inflation zu schützen. >>> Mehr Infos dazu.
***
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.