06.06.2006
Aktien Frankfurt Eröffnung: DAX startet schwach
Köln, den 06.06.2006 (Investmentfonds.de) -
FRANKFURT (dpa-AFX) - Negative Vorgaben aus Übersee haben die meisten deutschen
Aktien am Dienstag belastet. Der Leitindex DAX zeigte sich bereits in den ersten
Handelsminuten schwach und büßte 1,20 Prozent auf 5.553,46 Punkte ein. Der MDAX
der mittelgroßen Werte verlor 2,04 Prozent auf 7.991,65 Zähler. Der TecDAX sank
um 1,70 Prozent auf 652,55 Punkte.
Die Aktienkurse litten unter den enttäuschenden Vorgaben aus Übersee: Der
US-Leitindex Dow Jones war am Vortag nach Xetra-Schluss um rund 37 Punkte gefallen
und hatte schwach geschlossen. Der japanische Nikkei 225 schloss an diesem Morgen
ebenfalls schwach.
Aktien der Deutschen Börse zählten mit minus 2,27 Prozent auf 99,92 Euro zu den
schwächsten Werten im Blue-Chips-Index. Das Unternehmen rechnet sich zwar weiter
Chancen aus, die Mehrländerbörse Euronext zu übernehmen, doch die Investoren scheinen
dies mit Skepsis zu sehen. In einem Interview mit dem 'Handelsblatt'
(Dienstagsausgabe) zeigte sich der Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni zuversichtlich
über eine Fusion mit der Euronext. Zu Spekulationen, die Deutsche Börse werde ein
verbessertes, feindliches Angebot vorlegen, äußerte er sich aber nicht.
RWE-Titel verloren 0,65 Prozent auf 63,96 Euro. Der Energiekonzern ist im Rennen
um einen rumänischen Stromversorger gescheitert. Den Zuschlag für die Electrica
Muntenia Süd bekam der italienische ENEL-Konzern . Ein Händler sagte, dass dies
zwar schade sei, doch auf Grund der geringen Größe des rumänischen Energieversorgers
seien die Auswirkungen auf den Aktienkurs jedoch begrenzt.
Die Allianz-Tochter Dresdner Bank will im Geschäft mit vermögenden Privatkunden das
Expansionstempo erhöhen. Die Zahl der deutschen Standorte für das gehobene
Privatkundengeschäft (Private Banking) solle im kommenden Jahr von derzeit 120 auf
gut 250 mehr als verdoppelt werden, sagte Andreas Georgi, im Dresdner Bank-Vorstand
für den Privatkundenvertrieb zuständig, der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'
(Dienstag) 'Wir bauen unser Geschäft kräftig aus.' Auch im Ausland setzt Georgi
auf Wachstum. Die Aktie gab im schwachen Markt 1,13 Prozent auf 118,99 Euro nach.
Stahlwerte zeigten sich besonders schwach an diesem Morgen: ThyssenKrupp gaben als
Schlusslicht im DAX um 3,37 Prozent auf 26,12 Euro nach. Salzgitter büßten im MDAX
3,73 Prozent auf 66,85 Euro ein. Am Abend zuvor hatte der Industrie- und Stahlkonzern
ThyssenKrupp mitgeteilt, er habe im Rahmen seines angekündigten
Restrukturierungsplans für das nordamerikanische Autozuliefergeschäft die Sparte
ThyssenKrupp Stahl Company verkauft. Einen Kaufpreis für den Produzenten von Aluminium-
Gussstücken mit zwei Fabriken und 813 Beschäftigten nannte der Konzern nicht.
adidas setzte an diesem Morgen seinen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 um. Die Aktie
kostete an diesem Morgen nun 38,29 Euro. Der Split soll die Aktie, die zu den teuerste
DAX-Werten zählte, für Privatanleger erschwinglicher und damit attraktiver machen.
/ck/tw
Quelle: Investmentfonds.de