Investmentbarometer: Deutsche Privatanleger für weitere Börsenentwicklung zuversichtlich
Fast jeder Zweite erwartet im nächsten halben Jahr steigende Kurse
/ Investmentklima kühlt jedoch ab
Dass sich der DAX in den letzten Wochen deutlich über 5.500 Punkten
stabilisiert hat, förderte das Börsenvertrauen der deutschen Privat-
investoren: Nun blickt fast jeder Zweite wieder zuversichtlich in die
Zukunft, parallel dazu reduzierte sich der Anteil der Börsen-Skeptiker
weiter.
Der Anteil der Aktienmarkt-Optimisten stieg bei der aktuellen J.P.
Morgan Asset Management Investor Confidence-Befragung nun zum dritten
Mal in Folge deutlich an. An eine positive Entwicklung des DAX in
den nächsten sechs Monaten glauben nach einem deutlichen Zuwachs
um 12,1 Prozentpunkte nun wieder 46,4 Prozent der befragten Anleger.
Damit hat sich der Anteil der Optimisten seit März fast verdreifacht:
Zum Zeitpunkt der Börsentiefstände setzten nur 17,3 Prozent auf einen
Aufwärtstrend. Die positive Investorenstimmung schlägt sich parallel
darin nieder, dass der Anteil der Börsen-Skeptiker weiter sinkt: Die
Quote der Pessimisten ging im September um 7,1 Punkte auf 20,1 Prozent
zurück. „Obwohl sich viele deutsche Privatanleger nun wieder sehr
zuversichtlich für einen weiteren Börsenaufschwung zeigen, bezieht
jedoch nach wie vor ein Teil der Befragten bewusst keine Stellung:
Der Anteil der Unentschlossenen reduzierte sich zwar ebenfalls; mit
33,6 Prozent kann oder will sich aber immer noch jeder dritte
Befragte nicht festlegen,“ erläutert Jean Guido Servais, Marketing
Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei J.P. Morgan
Asset Management.
Investor Confidence-Index deutlich im Plus
Die deutliche Aufhellung der Anlegerstimmung lässt sich auch im J.P.
Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex1 nachvollziehen:
Der Mittelwert aus allen Antworten stieg markant und etablierte sich
wieder im positiven Bereich. Nach einem Anstieg um 2,4 Prozentpunkte
notiert er aktuell auf einem Wert von 2,8. „Dies ist der beste Indexwert
seit Ende 2007 – und damals notierte der DAX sogar noch deutlich über
7.000 Punkten“, betont Servais. Das Stimmungshoch lässt sich bei Frauen
wie Männern gleichermaßen feststellen: Bei den weiblichen Befragten
fällt der Anstieg mit einem Plus des Indexwertes von 2,9 Punkten sogar
besonders dynamisch aus. Sie sind aber traditionell etwas vorsichtiger
eingestellt und so liegt der Wert mit 2,4 leicht unter dem Durchschnitt.
Bei den Männern stieg der Indexwert um 1,9 Punkte auf 2,9.
Mit der J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie ermittelt
die Fondsgesellschaft zweimonatlich die aktuellen Markteinschätzungen und
Investitionsabsichten der deutschen Privatanleger. Die von der Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) durchgeführte repräsentative Befragung fand
zuletzt vom 4. bis zum 18. September 2009 statt. Im ersten Schritt wird
die Quote der Investmentbesitzer festgestellt, aus dieser Teilgruppe lässt
sich dann der Investor Confidence-Index erheben. Der Stimmungsaufschwung
ist aktuell nicht beim Investmentbesitz zu spüren, im Gegenteil. Nach
einem deutlichen Anstieg um 3,1 Prozentpunkte bei der letzten Befragung
sank er aktuell wieder um drei Prozentpunkte ab: Mit 17,4 Prozent der
Befragten hält aktuell nur rund jeder sechste Deutsche börsennotierte
Investments wie Aktien festverzinsliche Wertpapiere, Fonds, Optionsscheine
oder Zertifikate.
Investitionsbereitschaft hält noch nicht mit Optimismus Schritt
Auch in der Bereitschaft der Privatanleger, im nächsten halben Jahr zu
investieren, ist das gestiegene Börsenvertrauen noch nicht spürbar: Der
Anteil derjenigen, die weitere Investments tätigen wollen, sank sogar um
4,4 Prozentpunkte. Noch in der letzten Befragung im Juli war diese Quote
um fast 10 Prozent gestiegen. Nun planen nur noch 34,0 Prozent neue
Anlagen. „Dass sich die Investmentbereitschaft wieder gegenläufig zum
Vertrauen in die Börse entwickelt ist interessant: In den Monaten der
Krise blieb das Investmentklima relativ stabil und der Trend war sogar
umgekehrt. Nun zögern die Privatinvestoren trotz des Stimmungsaufschwungs
bei weiteren Anlagen“, erläutert Servais. Er unterstreicht dass diese
Ergebnisse Finanzberatern neue Gesprächsmöglichkeiten eröffnen.
„Offensichtlich besteht Informationsbedarf nach sinnvollen Anlagestrategien,
die zum jeweiligen Marktszenario und Risikoprofil der Anleger passen.“
Ein Blick auf die Favoriten für weitere Anlagen belegt ebenfalls die
wieder gestiegene Zurückhaltung der Privatinvestoren. Bei der letzten
Befragung zeigten sie sich noch etwas mutiger in ihren Anlage-
entscheidungen. Nun schoben sich aktuell wieder Tagesgeldkonten auf
den ersten Rang der gewählten Investments vor. Mit einem Plus von
0,8 Punkten auf 11,9 Prozent liegen sie jedoch nur knapp vor den
Fonds, die trotz eines Rückgangs von 3,2 Punkten von 11,7 Prozent
favorisiert werden. Sicherheit – in Form von Sparbüchern – wird
allerdings auch nicht mehr ganz so groß geschrieben: In der Anlegergunst
sanken sie sogar um 3,6 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Die Bereitschaft
zu Direktanlagen in Aktien verbleibt dagegen auf gleichem Niveau und
spiegelt damit das gestärkte Börsenvertrauen wieder. Mit einem leichten
Rückgang von 0,2 Punkten liegt sie nun bei 8,2 Prozent. Diese Ergebnisse
verdeutlichen laut Servais das Dilemma vieler Privatanleger: „Im Zuge
der Börsenturbulenzen des letzten Jahres sind viele Investoren in
sichere Anlagehäfen geflüchtet, die damals mit einer ordentlichen Rendite
lockten. So liegen nach wie vor Milliarden in Geldmarkt- und Sicht-
einlagen. Heute erreichen die Zinsen nun historische Tiefstände und
diese Anlagen erzielen aktuell nur noch eine marginale Verzinsung. Da
viele dieser Gelder für die Altersvorsorge bestimmt sind, reichen
derartige Minimalzinsen jedoch nicht aus. Um ihre Versorgungslücke
im Alter zu schließen, gilt es nun für die deutschen Privatanleger,
sich wieder Gedanken um ihre Portfolioausrichtung zu machen.“
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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