Marktausblick 2011: Für Aktien und Rohstoffe stehen die Ampeln auf grün
Positives Überraschungspotenzial sieht er vor allem in den USA, wo es Anzeichen für eine erneute Beschleunigung der Konjunkturerholung gebe. Deutschland werde im Jahr 2011 die Konjunkturlokomotive in Europa bleiben, was Wilhelm neben der Exportstärke vor allem mit der überraschend starken Konsumbereitschaft der Privathaushalte begründet. Die Wachstumsdifferenzen innerhalb Europas würden in den kommenden Monaten nochmals zunehmen: "Die harten Sparprogramme in den Peripheriestaaten werden die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone insgesamt belasten." Überdurchschnittliches Wachstum erwartet Wilhelm auch weiterhin in den Emerging Markets. Notenbankpolitik wird zur Achillesverse In den Industriestaaten wird Wilhelm zufolge bereits im Frühjahr 2011 der mehrjährige Trend zu immer niedrigerer Inflation auslaufen, was im Wesentlichen auf den sich wieder verstärkenden Konjunkturaufschwung zurückzuführen sei. "Marktteilnehmer werden mit großer Sensibilität auf die Entwicklung der Inflationserwartungen achten", so der Vorstand. Dadurch werde auch der Druck auf die Notenbanken stark zunehmen, die Zinsen zu erhöhen. Erste Schritte erwartet er ab Spätsommer 2011: "Der Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik muss sehr vorsichtig erfolgen, um den Konjunkturaufschwung nicht abzuwürgen." Aktienmärkte und Rohstoffe in der Favoritenrolle Aktien werden von der fortgesetzten Konjunkturerholung nach Wilhelms Einschätzung am stärksten profitieren. Auf Jahressicht erwartet er einen Kurszuwachs von gut acht Prozent. Für Aktien sprächen das starke Wirtschaftswachstum, steigende Unternehmensgewinne, gesunde Bilanzen und günstige Bewertungen. "Das Risiko der Aktienanlage wird so gut entlohnt wie seit 20 Jahren nicht mehr", so Wilhelm. Allerdings müssten dafür Marktschwankungen in Kauf genommen werden. Eine klare Empfehlung spricht Wilhelm für die Rohstoffmärkte aus: "Rohstoffe haben in der reifen Phase der wirtschaftlichen Erholung das größte Potenzial. Und genau da kommen wir jetzt hin." Die Nachfrage nach Industrie - und Edelmetallen sowie Agrarstoffen sei bereits wieder sehr hoch - vor allem in den Emerging Markets.
Zinsanstieg und hohe Volatilität am Rentenmarkt An den Rentenmärkten sei der Kurswechsel eingeleitet, so die Einschätzung des Union-Vorstands: "Das Zinstief liegt hinter uns. Die Renditen werden 2011 steigen." Bei hohem Zinsänderungsrisiko und der damit verbundenen Gefahr von Kursverlusten sei daher mit klassischen, sicheren Anlagen zurzeit nichts zu verdienen. Er rät in diesem Umfeld vor allem zu kurzen Laufzeiten. Originaltext: Union Investment Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/76432 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_76432.rss2 Pressekontakt: Union Asset Management Holding AG Markus Temme Public Relations Pressesprecher Wiesenhüttenstr. 10 60329 Frankfurt Tel.: 069/2567-2352 Fax.: 069/2567-2371 Mail: Markus.Temme@union-investment.de
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