'Börse Online'-Interview mit Jim Cielinski, Anleihe-Chef von Threadneedle: "Die EZB übertreibt"
Anlegern, die in griechische Staatsanleihen investiert haben, macht Cielinski wenig Hoffnung. "Dem Land bleibt nur die Möglichkeit, sich seiner Schulden zu entledigen, indem es sie nicht in voller Höhe zurückzahlt." Das sei bitter für Anleger, aber ohne eine solche Restrukturierung werde es nicht gehen. Chancen sieht der Threadneedle-Experte hingegen bei Unternehmensanleihen aus dem Hochzinsbereich. Diese Papiere gelten zwar als hochspekulativ, die Risiken schätzt Cielinski aber nur als gering ein: "Die wirklich gefährlichen Anleihen sind in den Jahren der Finanzkrise längst ausgefallen. Die Unternehmen, die jetzt noch am Markt sind, sind im Kern gesund." Sie hätten keine zu hohen Schulden und würden auch zurechtkommen, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld wieder verschlechtern sollte. Damit rechnet Cielinski jedoch nicht: Für europäische Hochzinsanleihen erwartet er in diesem Jahr nur eine minimale Ausfallrate von 1,5 Prozent.
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