Templeton: Globale Haushaltsprobleme beeinträchtigen den Ausblick für Aktien
In den beiden nächsten Jahren muss die Verschuldungskrise Europas nach unserer Meinung gelöst werden. Wenn die Finanzmärkte Spanien oder Italien aufgeben – so wie vormals Griechenland, Irland und Portugal – muss die EU wohl neue Maßnahmen erwägen. Wir halten die gegenwärtigen „Heftpflaster“ – Maßnahmen für zu klein, um diese größeren Märkte zu retten, sollte dies erforderlich sein. Nach unserer Meinung ist ein ruhiger Verlauf der Aktienmärkte unwahrscheinlich, wenn die Staatsschulden in Europa in einem enormen Umfang umgeschuldet werden. Zudem plagen Haushaltsprobleme nicht nur Europa – wir erwarten, dass auch die USA und Japan in den nächsten Jahren vor vielen harten Entscheidungen stehen werden. Die Staatsausgaben müssen wohl reduziert werden. Damit bleibt nur noch der Privat- sektor zur Aufrechterhaltung einer Konjunkturerholung, die bisher mit staatlichen Maßnahmen massiv unterstützt wird. Vor diesem Hintergrund suchen wir weiterhin nach Unternehmen, die einen starken freien Cashflow generieren können, was nach unserer Überzeugung entscheidend ist, damit ein Unternehmen in allen Marktzyklen wachsen kann. Schließlich erwarten wir eine Fortsetzung der Volatilitätsspitzen und der Anfälle von „Risiko ein/aus“ Handelsverläufen, die wir in den globalen Aktienmärkten schon 2010 erlebt haben.
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