Investmentbarometer von J.P. Morgan: Stimmung der Privatanleger wieder etwas gedämpfter
Köln, den 16.02.2011 (Investmentfonds.de) - Die Unruhen im Nahen Osten und die
anhaltende Sorge um die Peripheriestaaten der Eurozone drücken auf die Stimmung
der deutschen Privatanleger: Obwohl der DAX in den letzten Wochen immer weitere
Höhen erklomm, ging die Börseneuphorie wieder etwas zurück. Nachdem der Anteil
der Optimisten bei der letzten Befragung im November mit 60,4 Prozent noch
Vorkrisenniveau erreichte, sind nun noch 55,2 Prozent davon überzeugt, dass
sich der Aktienmarkt in den kommenden sechs Monaten positiv entwickelt. Damit
ist allerdings nach wie vor mehr als jeder Zweite positiv für den deutschen
Aktienmarkt gestimmt. Parallel stieg der Anteil derjenigen, die eine negative
Entwicklung in der näheren Zukunft erwarten, auf 14,0 Prozent – ein leichter
Anstieg um 0,7 Prozentpunkte zur letzten Befragung. „Obwohl die Privatinvestoren
in der Vergangenheit verlässlich auf die Entwicklung des DAX reagierten, sind
sie nun vorsichtiger eingestellt, als es der Markttrend erwarten ließe“,
erläutert Jean Guido Servais, Marketing Director für Deutschland, Österreich
und die Schweiz bei J.P. Morgan Asset Management. „Das zeigt, dass die
Verunsicherung nach wie vor hoch ist – seit der Krise genügen kleine Schwan-
kungen, um die Stimmung der privaten Investoren einzutrüben.“ Entsprechend
stieg auch der Anteil derjenigen, die keine Stellung zur weiteren Börsenent-
wicklung beziehen wollen um 4,5 Punkte auf 30,8 Prozent.
Stimmungseinbruch auf Männer zurückzuführen
Das leicht eingetrübte Stimmungsbild der aktuellen Umfrage zeigt sich auch im
Investor Confidence-Gesamtindex. Dieser sank im Vergleich zur letzten Befragung
im November um 1,2 Prozentpunkte auf einen Indexwert von 4,3. Dabei zeigt sich,
dass sich die männlichen Befragten stärker um die Zukunft der Börse sorgen:
Ihr Indexwert sank von 6,5 auf 4,8. Allerdings blicken Frauen erfahrungsgemäß
etwas vorsichtiger in die Börsenzukunft. So liegt der Wert der Frauen mit 3,5
weiterhin auf niedrigerem Niveau. Er sank allerdings lediglich um 0,1 Prozent-
punkte.
Mit der J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie ermittelt die Fondsgesellschaft zweimonatlich die aktuellen Markteinschätzungen und Investi- tionsabsichten deutscher Privatanleger. Die von der Gesellschaft für Konsum- forschung (GfK) durchgeführte repräsentative Befragung fand aktuell vom 7. bis zum 21. Januar 2011 statt. Im ersten Schritt wird die Quote der Investmentbesitzer festgestellt; aus dieser Teilgruppe lassen sich dann die verschiedenen Investor Confidence-Indizes errechnen. Aktuell ist beim Investmentbesitz ein leichter Aufwärtstrend bemerkbar: Der Anteil von Anlegern in börsennotierte Investments wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Fonds, Optionsscheine oder Zertifikate nahm um 1,9 Prozentpunkte zu und erreicht nun 16,3 Prozent. „Auch wenn die leichte Steigerung der Investmentbesitzer positiv zu beurteilen ist, bekennt sich kaum jeder sechste Deutsche zu börsennotierten Anlagen“, gibt Servais zu bedenken. Investmentklima insbesondere für Fonds weiter freundlich Gemäß dem Trend in der Gesamtbevölkerung zeigen derzeit auch die deutschen Privat- anleger eine gesteigerte Investmentbereitschaft: So planen 42,4 Prozent der Anleger, in den kommenden sechs Monaten zu investieren – das ist ein Zuwachs von einem Prozentpunkt, nachdem bereits bei der letzten Befragung ein Anstieg um 5,3 Punkte verzeichnet werden konnte. Da parallel der Anteil der Unentschlossenen, die sich nicht zu weiteren Investments äußern wollen, um 3,6 Punkte auf 12,1 Prozent stieg, liegt der Anteil der Anlagemuffel mit 45,5 Prozent erstmals seit Februar 2008 wieder unter 50 Prozent. Bei der Gruppe der Investmentbesitzer, die ihr Geld in den nächsten Monaten anlegen möchten, konnten sich Fonds mit 20,0 Prozent erneut als beliebteste Geldanlage der Deutschen behaupten. Sie legten 2,1 Prozentpunkte zu. Aber auch sicherheits- orientierte Anlageformen sind gefragt: So erzielten die Tagesgeldkonnten mit 16,6 Prozent den zweiten Platz (+0,8 Punkte). Sparbücher liegen mit 11,9 Prozent auf dem dritten Rang, sie verloren allerdings 0,3 Punkte. Angesichts des rückläufigen Börsenoptimismus ist es nicht verwunderlich, dass Direktanlagen in Aktien mit einem Rückgang um 4,5 Punkte deutliche Einbußen hinnehmen mussten und nun nur noch von 5,2 Prozent angestrebt werden.
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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